Danish Design Award „it’s just a chair!“ – Zwei HfG-Projekte räumen ab


Der Lounge Chair „Egon“ von Tamara Buck und der Stuhl „skogn“ von Moritz Gäckle und Leon Rinne überzeugen mit ihrem Produktkonzept die Jury beim Danish Design Award 2015 „it’s just a chair!“.

Der Danish Design Award, der von dem Urlaubportal Sonne und Strand ins Leben gerufen wurde, beschäftigt sich mit der Thematik alltägliche Gebrauchsgegenstände in funktionale, zeitlose und bezahlbare Designermöbel zu verwandeln. Inspiriert von den 50er Jahren des dänischen Möbeldesigns wird unter dem diesjährigen Motto „it’s just a chair!“ Tamara Buck mit ihrem Lounge Chair „Egon“ mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 1500 € geehrt. Moritz Gäckle und Leon Rinne dürfen sich mit ihrem Stuhl „skogn“ über den dritten Platz und ein Preisgeld von 500 € freuen.

1. Platz

Der Lounge Chair „Egon“, der im Rahmen der Bachelorarbeit „Verbindungen mit Mehrwert –Möbelgestaltung neugedacht“ von Tamara Buck entstand, beschäftigt sich mit dem Thema der Wiederverwendung zur Sensibilisierung des Umgangs mit den Ressourcen unserer Erde. Denn Nachhaltigkeit entsteht genau dort, wo die Dinge wieder einen Wert bekommen.

Aus alten ausgedienten Zahnriemen, welche bisher nicht recycelte Autoteile sind, wurden verschiedene Anwendungsprinzipien entwickelt. Eine dieser neuartig funktionalen Verbindungen findet Anwendung an dem Lounge Chair „Egon“. Er bietet zusammen mit heimischem Eichenholz durch das Element aus Zahnriemen eine dynamische Sitzfläche und Rückenlehne, die sich durch ihre Flexibilität ergonomisch an die Körperhaltung anpasst. Dabei wird die flexible Verbindung zum Hauptmerkmal des Lounge Chairs und zeigt zugleich wie ästhetisch ein ausgedienter Zahnriemen sein kann.

Mit ihrer Bachelorarbeit, die von Prof. Dr. Susanne Schade und Prof. Sigmar Willnauer betreut wurde, verbindet Tamara Buck Nachhaltigkeit, Ästhetik und Funktionalität.

3. Platz

Leon Rinne und Moritz Gäckle konzipieren und gestalten mit dem Stuhl „skogn“ eine Neuinterpretation des dänischen Designs. Das Produkt entstand im zweiten Fachsemester in zweidimensionales Gestalten an der HfG unter der Betreuung von Torsten Lassen.

„skogn“ verbindet das Moderne mit dem Traditionellen. So sind die Stuhlbeine, eine Neuinterpretation des klassischen Stuhlgestells, aus Holz und die Sitzschale aus Kunststoff gefertigt. Durch die unterschiedlichen Farbvarianten kann sich der Stuhl an den Wohnraum und den persönlichen Stil individuell anpassen.

Sowohl die Namensgebung, als auch die Materialwahl der Stuhlbeine nehmen Bezug auf die Wälder Skandinaviens. In jedem Stuhlbein befinden sich zwei Nuten, welche sich mithilfe von Inbusschrauben mit den Zapfen an der Sitzschale befestigen lassen. Die Zerlegbarkeit der fünf Bauteile ermöglicht einen schnellen Versand und einen leichten Aufbau des Stuhls. Hintergrund des Gesamtkonzeptes ist zum einen eine erschwingliche Preispolitik und zum anderen ein möglicher späterer Austausch einzelner Komponenten im Bezug auf die Nachhaltigkeit.

Buchstabe F
Fachliche Eignung

Wer an der Hochschule erfolgreich sein will, braucht neben einer analytischen und methodischen Denkweise, Disziplin, Offenheit für andere Denkmodelle und die Neugier, komplexe Sachverhalte zu durchschauen auch ein hohes Vorstellungs- und Visualisier[…]