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Interface für ältere Menschen

Interface für ältere Menschen

Ziel ist es, ein auf seine Gebrauchstauglichkeit für ältere Menschen hin überprüftes interaktives Interface zu entwickeln, um damit einen Beitrag zur Erleichterung ihres Alltags und zur selbstbestimmten Lebensführung zu leisten.

Abschlussarbeit von
Yu Ogasawara

Betreuer
Prof. Hartmut Bohnacker
Prof. Jens Döring

Der Anteil alter Menschen an der Weltbevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten beträchtlich steigen. Deutschland und Japan gehören weltweit zu den Ländern mit den höchsten Lebenserwartungen – aufgrund des medizinischen Fortschritts und durch einen hohen Lebensstandard. Die Sehnsucht nach einem langen Leben lässt außer Acht, dass im Alter körperliche und geistige Einschränkungen zunehmen. Durch die Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen in den Industrienationen haben alte Menschen nicht mehr automatisch am sozialen, familiären Leben teil. Auch die Sozialversicherungs- und Pensionswesen sind wegen der steigenden Lebenserwartung der Menschen stark belastet.

Die zahlreichen modernen Kommunikationsmöglichkeiten wie etwa die Bedienung von Touchscreen-Applications orientieren sich meistens an den Bedürfnissen der jüngeren Generation. Für ältere Menschen exisiteren Bedienungsbarrieren. Die Forschungsarbeit bietet eine für Ältere optimierte Möglichkeit an, moderne Kommunikationsmedien im technischen und sozialen Sinn besser zu nutzen.

Ziel ist es, eine auf ihre Gebrauchstauglichkeit für ältere Menschen hin überprüfte interaktive Benutzeroberfläche zu entwickeln, um damit nicht nur einen Beitrag zur Erleichterung des alltäglichen Lebens älterer Menschen zu leisten, sondern auch zur wertigen und selbstbestimmten Lebensführung. Dafür ist es notwendig, die Zugangsbarrieren, die ältere Menschen von der Nutzung moderner Kommunikationsmedien abhalten, zu analysieren und Ansatzpunkte für deren Überwindung zu identifizieren. Weiterhin sollen Informations-Services und Angebote für gesellschaftliches Engagement konzipiert werden, die nicht nur zur körperlichen und geistigen Gesundheit älterer Menschen beitragen, sondern auch dazu führen, dass ihre Lebenssituation optimiert wird.

Der erste Teil des Vorhabens untersucht das alltägliche Verhalten älterer Menschen in Bezug auf ihre körperlichen und sozialen Bedürfnisse, der Beschäftigung und Selbstbestätigung. Dafür wurde auf Forschungsergebnisse des Instituts für Gerontologie der University of Tokyo zurückgegriffen. Diese Recherchen sollen zum einen wesentliche Probleme identifizieren und zum anderen die Bedürfnisse älterer Menschen ermitteln, die mittels moderner Kommunikationsmedien befriedigt werden könnten. Diese Analysen bilden die Grundlage für die Definition der Funktionen des Interfaces.

Der zweite Teil des Vorhabens analysiert die Zugangsbarrieren älterer Menschen zu modernen Informationsmedien. Was hält sie von der Nutzung ab? Welche Probleme und Schwierigkeiten auf Kognitions- und Bedienungsebene haben sie mit den modernen Informationsangeboten? Für diese Probleme werden Richtlinien entwickelt, die die wissenschafltiche Begründung des Interface Designs sein sollen. Da die individuelle Kognitions- und Bedienungsfähigkeiten sowie Ängste vor Nutzung auch in der selben Altersgruppe sehr unterschiedlich sind, werden diese Richtlinien statt nach Lebensalter nach Zugangsstufen angeordnet.

Die Informationsangebote des Interfaces werden stark an den Merkmalen der unterschiedlichen Altersgruppen orientiert. Beispielsweise werden den „jungen Alten“ mehrere soziale Angebote unterbreitet, während die Interaktion für die „alten Alten“ durch Sprachsteuerung kompatibel gemacht werden könnte. Die Besonderheit meines Vorhabens liegt im Abbau der Zugangsbarrieren und dadurch einfacheren Nutzung elektronischer Medien durch ältere Menschen.



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