Treffen der Hochschulrektoren Ostwürttembergs - Rektoren fordern verlässliche Finanzierung


Hochschulrektoren Ostwürttemberg: (v. li. n. re.): Professorin Dr. Astrid Beckmann (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd), Cristina Salerno (Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd), Professor Dr. Gerhard Schneider (Hochschule Aalen) und Professor Manfred Träger (DHBW Heidenheim)

Akademische Bildung hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Bedeutung gewonnen. So wurde die Studierendenquote eines Jahrgangs in den vergangenen 15 Jahren deutschlandweit noch einmal verdoppelt. Dass diese Entwicklung mit enormen Auswirkungen auf die Hochschulen und Hochschulstandorte verbunden ist, liegt auf der Hand. In Aalen haben die Rektorinnen und Rektoren der ostwürttembergischen Hochschulen jetzt darüber beraten.

An der Hochschule Aalen empfing Rektor Professor Dr. Gerhard Schneider seine Kolleginnen Professorin Dr. Astrid Beckmann (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd) und Cristina Salerno (Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd) sowie Professor Manfred Träger (DHBW Heidenheim) um die Veränderungen in der Hochschullandschaft zu diskutieren.

„Die Landesregierung muss auch im Osten unseres Landes, in unserer heute wirtschaftlich starken Region Ostwürttemberg die wichtige Infrastruktur für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ausbauen – die Infrastruktur der akademischen Bildung und Forschung“, fordern die Rektoren.

An den Hochschulen Ostwürttembergs seien die Studierendenzahlen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, an der Hochschule Aalen beispielsweise allein in den vergangenen sechs Jahren um fünfzig Prozent. „Die Hochschulen haben immer größere Lasten übernommen und platzen heute aus allen Nähten“, sagen die Rektoren.

Im Osten Baden-Württembergs sei in den vergangenen Jahrzehnten vom Land unterdurchschnittlich in Studium und Forschung investiert worden, bemängeln dieRektoren und nennen Beispiele: Das Verhältnis der Studienanfängerplätze zwischen dem Westen und dem Osten Baden-Württembergs liege bei 3 zu 1. Die Rektoren fordern daher eine stärkere Unterstützung für die Region. „Diese Investitionen entscheiden über die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, sagen sie.

Die vier Hochschulen in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd sind regional verankert. Es bestehen enge Beziehungen zu Unternehmen in der Region – ob bei der Forschung oder durch Absolventen der Hochschulen. „Die Hochschulen tragen zur Wettbewerbsfähigkeit der Region bei“, sagen die Rektoren. Ostwürttemberg benötige daher dauerhaft attraktive Studienstandorte mit Angeboten, die auf die Bedürfnisse des Beschäftigungssystems ausgerichtet seien.

„In den letzten Jahren nahm der Anteil projektbezogener Finanzierung stetig zu“, kritisieren die Rektoren und verweisen beispielhaft auf das Ausbauprogramm 2012. Die Finanzierung müsse wieder auf eine langfristig verlässliche Basis gestellt werden. Die Rektoren fordern daher einen höheren Anteil der Grundfinanzierung, die auch den in den vergangenen Jahren angewachsenen Studierendenzahlen Rechnung tragen müsse.

Nach der Diskussion im Rektorat besichtigten die Rektoren ausgewählte Forschungslabore der Hochschule Aalen.

Buchstabe G
Grundlagen

Alles, worauf die Studierenden im Hauptstudium bauen: Entwurfsmethodik, die gesetzmäßigen Zusammenhänge von Wahrnehmung und Gestaltung, Darstellungsmethoden, Modellbau, Typografie, Fotografie, Film und Multimedia und die Arbeitsfelder der Interak[…]