2. Platz beim Mia Seeger Preis für Anika-Verena Letsche
Bei der diesjährigen Ausschreibung des Mia-Seeger-Preises konnten Nachwuchsdesigner neuartige Lösungskonzepte und Produktentwürfe einreichen, die sich mit wichtigen Aspekten des Lebens und Zusammenlebens befassen.
Wie reagiert man in einer Notfallsituation? Unsicherheit oder gar Berührungsängste von Ersthelfern können durchaus lebensbedrohend für den Betroffenen sein. Mit dem rescue.kit der jungen Nachwuchsdesignerin Anika-Verena Letsche von der HfG Schwäbisch Gmünd, das sie in zwei unterschiedlichen Ausfertigungen konzipierte, lassen sich derartige kritische Situationen künftig besser handhaben.
Umgehängt ähnelt das System einer Rettungsweste, die in der technisch ausgefeilteren Variante als eine Art interaktiver Rettungsassistent fungiert. Kinn- und Halsbereich der Notfallopfers werden fest abstützt, integrierte Atem- und Pulssensoren überprüfen permanent die Vitalfunktionen. Über einen audio-visuellen Leitfaden erhält der Ersthelfer klare Anweisungen für die Sofortmaßnahmen wie beispielsweise, ob und wie intensiv eine Herzmassage durchgeführt werden sollte.
Das Rettungssystem ist in erster Linie zum Einsatz im häuslichen Umfeld von Risikopatienten oder an Erste-Hilfe-Stationen in öffentlichen Gebäuden, Bus- und Bahnstationen gedacht. Die schlichtere Ausführung könnte hingegen einen Platz in jedem privaten Erste-Hilfe-Kästchen finden. Sie hat weniger technologische Finessen, doch die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind Schritt für Schritt auf der Oberseite aufgedruckt und geben auch hier dem Ersthelfer große Sicherheit für die anstehenden Maßnahmen.