Werke der Weltliteratur folgen in der Regel einem äußerst komplexen und stringenten Aufbau, der die Personen und einzelnen Handlungsstränge miteinander verbindet. Gelegentlich gleichen sie einer Geheimschrift, die nur mit entsprechendem Hintergrundwissen zu entschlüsseln ist. Sophie-Noel Ketterer und Sandra Teschow haben die literarischen Parallelen von Homers „Odyssee“ und „Ulyssess“ von James Joyce visualisiert. Unterteilt in die drei Ebenen Handlungsstrang, Personen und Orte, analysierten sie abstrakte Strukturen und Verbindungslinien. Heraus kamen vier Bände, die die Korrelationen beider Werke optisch greifbar und damit transparent werden ließen und die die beiden Gestalterinnen als eine neue Form der Sekundärliteratur betrachten. Die Verknüpfungen und Bezüge wurden in Koordinatensystemen, schematischen Grafiken sowie in Landkarten und Stadtplänen dargestellt. Um sich innerhalb der jeweiligen Themenebenen leichter durchzunavigieren, sind einzelne Kapitel mit Lochstanzungen und Seitenanschnitten versehen. Dies verleiht dem Lesen ein zusätzliches spielerisches Element. Die preisgekrönte Bachelorarbeit, die unter fachlicher Betreuung der beiden HfG-Professoren Michael Götte und Ulrich Schendzielorz entstand, wird bei der ADC Ausstellung im April 2009 in Berlin nochmals vorgestellt werden. 
 
 
 
 
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