Gleich vier Projekte von Studierenden der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd sind beim IF Concept Award 2009 ausgezeichnet worden. Die jungen Nachwuchsdesigner setzen sich damit gegen knapp 1850 weitere Teilnehmer aus insgesamt 39 Ländern durch und überzeugten die Jury unter anderem in punkto Qualität und Funktionalität, Verarbeitung und Materialwahl, dem Innovationsgrad, ergonomischen Anforderungen und dem Markenwert.

In der Kategorie „Industrial Design“ wurden folgende drei Projekte ausgezeichnet:

Aulis - Forstmaschine
Niko Kugler, Georg Heitzmann
Betreuer: Prof. Franz Biggel, Benjamin Schöpfer
Mit der Entwicklung von Aulis setzten sich Niko Kugler und Georg Heizmann zum Ziel, eine nachhaltige und bodenschonende Forstmaschine zu konstruieren, gleichzeitig jedoch auch die Arbeitsprozesse zu optimieren. Hierfür analysierten sie Arbeitsabläufe beim Einsatz von Großharvestern und Forsttraktoren analysiert und entwickelten darauf aufbauen neue Features für ihr eigenes Fahrzeug. Ein flexibles Fahrgestell und eine deutlich beweglichere Fahrerkabine sorgen dabei für hohen Arbeitskomfort und schnelles Vorankommen.

NU.AER - Luftreiniger
Jan König
Betreuer: Prof. Matthias Held
Der Raumluftreiniger NU.AER eignet sich vor allem für den Einsatz an Arbeitsplätzen, die kein oder nur wenig Tageslicht haben und in der Hauptsache mit Neonleuchten versehen sind. Seine Form erinnert an ein offenes Fenster, durch das Frischluft einströmt. Die regulierbare Reinigungsintensität wird über eine leuchtende Oberflächenfront angezeigt, mit der das Gerät zu einer entspannenden Atmosphäre im unmittelbaren Arbeitsumfeld beiträgt.

Moleculars - Geräte für die Molekularküche
Sandro Frank
Betreuer: Prof. Frank Zebner
Experimentierfreudige Hobbyköche wie auch Profis am Herd werden sich für diese von Sandro Frank gestaltete Produktfamilie bestehend aus Vaporiser, Whip Syphon und Blow Torch interessieren, die er speziell für Freunde der molekularen Küche entwickelt hat. Mit ihrem klarem und formal ästhetischem Design, der optimalen ergonomischen Handhabung sowie Effizienz und Päzision im Gebrauch sind die Geräte exakt auf die kulinarischen Anforderungen abgestimmt.
Die Auszeichnung für das Projekt „Moleculars“ ist mit 500,- Euro dotiert.

Die Auszeichnung in der Kategorie „Universal Design“ erhielt:

Feel the Time - Uhr für Blinde
Anna Bieniek
Betreuer: Prof. Franz Biggel
Es erfordert durchaus ein ganz spezielles Armbanduhrdesign, damit auch blinde und sehbehinderte Menschen ohne Schwierigkeit die Uhrzeit erkennen können. Anna Bieniek hat ihre „Feel the Time“-Uhr dafür mit rotierenden Uhrzeiger-Scheiben mit je einer fühlbaren Noppe ausgestattet, durch deren flexible Membran die Uhrzeit ertastbar ist. Die Scheiben sind zusätzlich durch einen erhöhten Ring voneinander getrennt. Dies und eine Lücke im Außenring dienen der Orientierung. Mit ihren vielen Kombinationsteilen ist die Uhr jedoch auch für alle Anderen ein chices wie nützliches Accessoire.
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