Deputatsreduktion

Das Lehrdeputat von Professoreinnen und Professoren an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften beträgt in Baden-Württemberg 18 Semesterwochenstunden. Für forschungsaktive Professorinnen und Professoren sieht der Gesetzgeber zwei Möglichkeiten vor, das Lehrdeputat zu reduzieren bzw. sich andere Aufgaben übertragen zu lassen.

Die sogenannte Lehrverpflichtungsverordnung (LVVO) bietet nach §11 die Möglichkeit, für die Wahrnehmung von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben Ermäßigungen zu gewähren, sofern der Gesamtumfang der Ermäßigung 7 Prozent des Gesamtumfangs der Lehrverpflichtungen der hauptberuflichen Lehrpersonen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften nicht überschreitet (sogenannter 7-Prozent-Pool).

Das Landeshochschulgesetz bietet mit seinem §46 die Möglichkeit, Professorinnen und Professoren für die Dauer von bis zu fünf Jahren ausschließlich oder überwiegend Aufgaben in der Forschung oder Entwicklungsvorhaben im Rahmen angewandter Forschung zu übertragen. Voraussetzungen dafür sind, dass innerhalb der zuständigen Lehreinheit in angemessener Weise sowohl die Verringerung des bisherigen Lehrangebots ausgeglichen wird als auch die Wahrnehmung der sonstigen Verpflichtungen sichergestellt ist. Bisherige Verwaltungspraxis in Baden-Württemberg ist, dass ein Nachlass von 2 Semesterwochenstunden gewährt wird, wenn die Professorin oder der Professor nachweist, dass sie oder er ein oder mehrere Drittmittelprojekte in Höhe von mindestens 50 T€ pro Jahr (Sozialwissenschaften 25 T€) bzw. 4 Semesterwochenstunden ab 125 T€ pro Jahr (Sozialwissenschaften 60 T€) eingeworben hat.

In beiden Fällen entscheidet das Rektorat auf der Grundlage eines Antrags.

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