Kognitive Empathie in der Gestaltung

Das Bachelorprojekt betrachtet Empathie als Grundvoraussetzung für anwendungsorientierte Gestaltung. Dabei fokussiert sich die Thesis bewusst nicht auf den emotionalen, sondern auf den kognitiven Aspekt von Empathie.

Abschlussarbeit von
Hanna Goller, Ivana Melillo

Betreuuer:
Prof. Jürgen Hoffmann
Prof. Hans Krämer

Empathie ist eine wesentliche Voraussetzung für zwischenmenschliche Beziehungen, somit auch für Kommunikation und deren Gestaltung. Die kognitive Empathie beschreibt die Fähigkeit, sich in die Erlebnisweise anderer Menschen hineinzudenken, diese verstehen und simulieren zu können. Dies bietet die Möglichkeit, Empathie zur objektiven Erkenntnisgewinnung zu nutzen.

Das Bachelorprojekt betrachtet Empathie als Grundvoraussetzung für anwendungsorientierte Gestaltung. Dabei fokussiert sich die Thesis bewusst nicht auf den emotionalen, sondern auf den kognitiven Aspekt von Empathie. Ziel ist es, dem Gestalter eine konkrete Hilfestellung für den Einsatz von Empathie im Gestaltungsprozess zu bieten.

Es geht um den bewussten Einsatz der eigenen empathischen Fähigkeit. Um diese bestmöglich einsetzen und fördern zu können, bieten wir dem Gestalter ein Anwendungsbuch mit passendem Toolkit zur Nutzung im eigenen Gestaltungsprozess. Das Anwendungsbuch umfasst eine kurze wissenschaftliche Einführung in das Thema "Empathie" bezogen auf den Bereich Gestaltung. Durch eine Beschreibung und Analyse bereits bestehender, umgesetzter und kommentierter Projektbeispiele verschiedener Gestaltungsbüros, wird ein direkter Bezug zur Praxis genommen.

Für die Stärkung der eigenen empathischen Fähigkeit werden verschiedene Methoden, welche Empathie nutzen oder fördern zur Verfügung gestellt. Das Buch als solches, bietet die Möglichkeit zu Quereinstiegen, es ist so aufgebaut, dass alle drei Funktionen – wissenschaftlicher Kontext, Beispielprojekte und Empathie-Methoden auch allein als solche für den Leser zu erfassen sind. Dies ermöglicht eine ganz individuelle und flexible Handhabung des Buches. Verknüpfungen zwischen Beispielprojekten und Methoden – sowohl mit Buch als auch mit dem Toolkit – bieten mögliche Lösungsansätze und Hilfestellungen für oft genutzte Vorgehensweisen. Diese dienen zu einer leichten Orientierung, müssen aber nicht genutzt werden. Wir beziehen uns auf Methoden, welche den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Menschen voraussetzen. Sie sind nach den Parametern der empathischen Fähigkeit kategorisiert und sortiert. Um den Bezug zum Gestaltungsprozess und dessen Phasen zu ermöglichen, ist ein weiteres Kriterium die Einteilung in die drei Projektphasen Inspiration, Ideation und Implementierung. Das Toolkit umfasst eine Kurzfassung der emphatischen Fähigkeit und der Methoden. Es liegt in Kartenform dem Anwendungsbuch bei und kann bei der unmittelbaren Anwendung der Methoden genutzt werden.

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