Marco Goller

Marco Goller ist Interaktionsdesigner für HMI-Bedienkonzepte bei der Daimler AG in Sindelfingen. Nach seinem Studium Produktgestaltung hat er sich 2014 für das Masterprogramm an der HfG entschieden. Während seines Studiums war er als Freelancer im Bereich Design und Designmanagement bei acameo in Tübingen, als Dozent beim Programm „Kulturagenten“ und als Designer in seiner eigenen Agentur tätig. Weitere Stationen waren ein Auslandssemester an der Bezalel Academy of Arts and Design Jerusalem und bei Siemens Markendesign, BSH Hausgeräte GmbH, München. Das Thema seiner Masterarbeit war „Design (Re) Thinking - Die Rolle des Designers im 21. Jahrhundert“.

"An die Vorlesungen mit Jörg Schönenberg erinnere ich mich gerne zurück, da sie den Fokus neben fachlicher Expertise vor allem auf Softskills legten, die innerhalb größerer Teams eine Rolle spielen. Ich glaube, dass diese Fähigkeiten in Zukunft immer wichtiger werden."

Warum hast Du Dich für das Masterprogramm an der HfG entschieden?
Nach meinem Bachelorstudium in Produktgestaltung wollte ich den Blick nochmals etwas weiter ansetzen und Design gewissermaßen aus der Vogelperspektive betrachten. Ich wollte größere Zusammenhänge verstehen und Themen bearbeiten, die erst auf den zweiten Blick etwas mit Design zu tun haben. Außerdem war es mir wichtig, tiefer in das Thema Design-Management einzusteigen und mein Know-how an dieser Stelle zu erweitern. Beides fand ich im Masterprogramm der HfG. Mit dem Drei-Säulen-Ansatz bekommt man einen breiten Überblick über gestaltungsrelevante Gebiete und kann sich gleichzeitig seinen eigenen Schwerpunkt setzen.

Welche Schwerpunkte hattest Du im Studium gewählt?
Für mich war das Thema Design-Management besonders interessant, da ich mein Know-how auf diesem Gebiet noch ausbauen wollte. Entsprechend habe ich meine Schwerpunkte auch auf diese Säule des Studiengangs gelegt.

An welchem Projekt arbeitest Du gerade?
Wir arbeiten mit unserem Team an den Bedienkonzepten für zukünftige Fahrzeug-Generationen. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie die User in Zukunft mit dem Fahrzeug interagieren und umgekehrt.

Wie ging es nach Deinem Abschluss weiter?
Nach meinem Abschluss habe ich mich bei unterschiedlichen größeren Unternehmen in verschiedenen Branchen beworben. Mein Fokus lag vor allem auf Jobs im Bereich Design und Design-Management. Insgesamt dauerte die Suche etwa 6 Monate. In dieser Zeit habe ich ca. 25 Bewerbungen sowohl auf ausgeschriebene Stellen als auch initiativ verschickt. Am Ende hatte ich das Glück, aus mehreren Angeboten auswählen zu können und ich habe mich dann für den Job bei der Daimler AG entschieden. Parallel zum Bewerbungsprozess hatte ich einen Freelancerjob bei einer Agentur in Tübingen. Dadurch stand ich mit der Jobsuche nicht so sehr unter Druck und konnte mich auf die Bewerbungen fokussieren, die mich wirklich interessierten.

Wo warst Du an der HfG am liebsten?
Holzwerkstatt und Bib :-)

Welchen Rat gibst Du den jetzigen MasterstudentInnen?
Schöpft die Freiheit aus, die euch das Studium bietet und versucht einen realistischen Blick auf das große Ganze zu entwickeln.

Was würdest Du heute als StudentIn anders machen?
Ich würde versuchen die Freiheit, die einem ein Studium bietet, noch mehr zu nutzen. Mich noch intensiver mit Themen zu beschäftigen, die mich außerhalb des Designs interessieren und noch häufiger die vielen Möglichkeiten an der HfG auszuschöpfen, wie die Werkstätten, das Foto- und Filmstudio oder die Bibliothek

Welche Vorteile hast Du durch den Master?
In den Masterprojekten und auch durch meine Arbeit als Freelancer habe ich viel zum Thema Interdisziplinarität und interdisziplinäre Projektarbeit gelernt. Dieses Wissen hilft mir heute enorm in meiner täglichen Arbeit.
Außerdem hat sich durch den Master mein Blick auf das Thema Design erweitert. Ich konnte mich breiter aufstellen, wichtige Softskills vertiefen und hatte dadurch mehr Möglichkeiten, mich auf Jobs zu bewerben.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus?
Da wir in einem sehr dynamischen Feld unterwegs sind gibt es selten einen "normalen" Arbeitstag. Die häufigsten täglichen Aufgaben sind: Konzeptlösungen erarbeiten und diskutieren, Themen koordinieren, Meetings besuchen, Recherchen durchführen...

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