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HfG Schwäbisch Gmünd mit Mia Seeger Preis ausgezeichnet


HfG Alumnus David Wojcik erhält den begehrten Mia Seeger Preis für seine Bachelorarbeit „Bloop“.

„Was mehr als einem nützt“ – unter diesem Motto vergibt die Mia Seeger Stiftung unter der Organisation des Design Center Baden-Württemberg jährlich die mit 10.000 € ausgelobte, renommierte Auszeichnung Mia Seeger Preis. Aus 24 Hochschulen in der Republik waren dieses Jahr 65 Bewerbungen eingegangen. Der soziale Nutzen sowie die Nachhaltigkeit der Produkte spielte neben den üblichen Designkriterien eine entscheidende Rolle.

Die Jury erkannte vier Teilnehmern den Mia Seeger Preis zu, drei weiteren Bewerbern sprach sie eine Anerkennung aus.

HfG Alumnus David Wojcik erhält den begehrten Mia Seeger Preis für seine Bachelorarbeit „Bloop“.
Sein Gerät zur Autotransfusion in Entwicklungsländern will die hohe Todesrate durch Verbluten minimieren. In seiner Basic-Ausführung saugt es nach dem Syphonprinzip Blut in der Wunde auf, setzt ihm ein gerinnungshemmendes Mittel zu, reinigt und leitet es in den Blutbeutel. Eine aufsetzbare Pumpe mit Handkurbel verbessert die Absaugleistung. Mit einer elektrischen Pumpe, Akku und Ladestation eignet es sich dann schon für kleinere Krankenstationen. Schließlich wird in Verbindung mit einer Zentrifuge der in Industrieländern gängige Standard erreicht.
Die Jury lobt die Idee „Notversorgung zuerst. Dem wird ein einfach zu handhabendes und leicht zu reinigendes Instrument gerecht. Die weiteren Ausbaustufen sind für eine breitere, bequemere und medizinisch zunehmend anspruchsvollere Behandlung gedacht. Die High-End-Version erlaubt dann Operationen, die ohne Autotransfusion lebensgefährlich wären. Voll Eifer und mit Gespür dafür, was wirklich Not tut, hat der Designer nicht nur eine einleuchtende Lösung entwickelt, sondern auch einen Businessplan für Herstellung und Vertrieb seines Produkts aufgestellt.“

Die Arbeit Bloop, die von den Professoren Dr. Susanne Schade und Dr. Jürgen Held in der Produktgestaltung betreut wurde, hat bereits zahlreiche nationale und internationale Preise und Anerkennungen erhalten, darunter den James Dyson Award oder den Hochschulpreis der Sparkassenstiftung Ostalb.

Mia Seeger war die „Grande Dame“ des Design. Mit der Weißenhofsiedlung 1927 in Stuttgart begann ihre Laufbahn. Bald war sie an weiteren Ausstellungen des Deutschen Werkbundes beteiligt. Die Bundesrepublik hat sie vielfach als Kommissarin zu Triennalen in Mailand entsandt und zur ersten Leiterin des Rat für Formgebung berufen, den sie zwölf Jahre lang führte. Sie war selbst keine Designerin, sondern Design-Vermittlerin und -Beraterin. 1986 rief sie die nach ihr benannte Stiftung ins Leben, deren Zweck die Bildung junger Gestalterinnen und Gestalter ist.

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