Ausgezeichnete 7 Quadratmeter – Regionaler Hochschulpreis für Bachelorprojekt


Die vier Preisträger Anke Eiwen, Verena Alber, Sabine Prinz und Daniel Stegmaier zusammen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Foto: Gmünder Tagespost

Die Bachelorarbeit „7 Quadratmeter – weggesperrt und ausgeschlossen“ von Verena Alber und Anke Eiwen im Studiengang Kommunikationsgestaltung ist mit dem Hochschulpreis der Stiftung der Kreissparkasse Ostalb ausgezeichnet worden. Der mit 1.500 € dotierte Preis geht in jedem Jahr an die besten Abschlussarbeiten der Region. Zu den Preisträgern zählten auch Daniel Stegmaier von der Hochschule Aalen und Sabine Prinz von der PH Schwäbisch Gmünd.

Mit „7 Quadratmeter – weggesperrt und ausgeschlossen“ entsteht eine Wanderausstellung, die über den Strafvollzug und ein Leben in Haft informiert. Mit den Lebensverhältnissen von Strafgefangenen in deutschen Gefängnissen wählen Verena Alber und Anke Eiwen für ihre Bachelorarbeit ein Thema, das sonst in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet. Ein wesentliches Element des Strafvollzuges ist der Entzug der Freiheit. Durchschnittlich beträgt die Haftraumgröße für jeden Strafgefangenen ca. 7 bis 8 qm. Daher ist die Ausstellung in Form eines 7 qm Raumes konzipiert. Der Besucher soll dabei ein Gefühl für das Leben und vor allem für die Einschränkungen in Haft bekommen. Prof. Jürgen Hoffman, der gemeinsam mit Prof. Ulrich Schendzielorz das Bachelorprojekt betreut hat, hebt in seiner Laudatio die besondere ästhetische Qualität der Arbeit hervor und lobt die verständliche Aufarbeitung des Themas. Die Zelle der Wanderausstellung besteht aus Wabenkarton und kann modular aufgebaut werden, so dass ein unkomplizierter Transport möglich ist. Daneben überzeugt das Ausstellungskonzept durch vielfältige interaktive Elemente, die den Besucher herausfordern und zum Nachdenken anregen. Zudem haben die beiden Kommunikationsgestalterinnen einen Bildband, Plakate zur Ausstellung und ein Begleitheft gestaltet, das die Wanderausstellung ergänzt.

Landrat Klaus Pavel und Sparkassendirektor Carl Trinkl zeigten sich stolz über die hohe Qualität aller eingereichten Arbeiten und hoben die thematische Vielfalt der Projekte hervor. Bereits zum 16. Mal wird der Preis von der Stiftung der Kreissparkasse Ostalb an Hochschulabsolventen vergeben. Vorab wählen die Professoren der Hochschulen die besten Abschlussarbeiten des Jahres aus und nominieren die Absolventen für den Preis. Jeweils eine Arbeit pro Hochschulen wird dann von der Jury der Stiftung ausgewählt. Folgende Projekte von der HfG wurden ebenfalls für den Preis nominiert:

- Simon Renner und Joschua Rudolf, „Schreiben als Gestaler“, Kommunikationsgestaltng

- Karina König, „dipa Digitale Patientenverwaltung in der Notaufnahme“, Kommunikationsgestaltung

- Helen Steinmetz und Aniela Vortmeyer, „WebWise – innovatives und interaktives Informationssystem für Schulen“, Kommunikationsgestaltung

- Johanna Manghard und Patricia Urbas, „aussicht – Gestalter reflektieren ihren Beruf“, Kommunikationsgestaltung

- Christoph Gäng, Andreas Schwarze und Fabian Schröbel, „Mosaik Grundlagen von HTML und CSS“, Kommunikationsgestaltung

- Hauke Lerche, „Levio Entwicklung eines Adaptivrollstuhls für Kinder“, Produktgestaltung

- Sven Lambrecht und Mirijam Strunk, „Stadtathleten“, Produktgestaltung

- Petra Mitrovic und Trang-Dai Nguyen, „WHO – Hazard Detection and Risk Assessment System“, Interaktionsgestaltung

- Thomas Schulz und Timo Stühler, „CORE Neugestaltung des Arbeitsplatzes in einer städtischen Querverbundleitwarte“, Interaktionsgestaltung

- Moritz Schmidt und Timo Röhrig, „Tradition Zukunft Gestaltung für nachhaltige Lebensstile“, Product Planning and Design
 
- Martha Miosga und Dominik Witzke, „MNEMO Momentaufnahe durch Emotion“, Communication Planning and Design

7 Quadratmeter - weggesperrt und ausgeschlossen

Buchstabe A
Auszeichnungen

Zu den wichtigsten studentischen Designpreisen gehören der Mia Seeger Preis, Red Dot Award, IF Concept Award, Lucky Strike Junior Design Award.