Karl-Gerstner-Preis 2012 verliehen


Karl-Perstner-Preisträger Fabian Fischer (2.v.li) und Drittplatzierter Fabian Schröbel (ganz rechts) zusammen mit Prof. Dr. Dagmar Rinker, Prof. Franklin Hernandez-Castro, Stifter Christian Holzäpfel, HfG-Rektorin Cristina Salerno und Prof. Dieter Raffler

Fabian Fischer, Student der Interaktionsgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd (HfG), ist mit dem Karl Gerstner Preis 2012 ausgezeichnet worden. Der Preis wird für herausragende Studienleistungen in den gestalterischen Grundlagen vergeben.

Fabian Fischer, Student der Interaktionsgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd (HfG), ist mit dem Karl Gerstner Preis 2012 ausgezeichnet worden. Der Preis wird für herausragende Studienleistungen in den gestalterischen Grundlagen vergeben und will die Studierenden der ersten drei Semester in ihrer besonderen Leistung und Qualifikation bestätigen. Sie sollen ermutigt und motiviert werden, ihr Studium mit Engagement und Begeisterung fortzusetzen, um später im Beruf zu reüssieren. Der Karl Gerstner Preis wird seit 2011 jährlich an der HfG Schwäbisch Gmünd vergeben und ist mit 500 Euro dotiert. Stifter des Preises ist der frühere Unternehmer Christian Holzäpfel.

Mit seinem Portfolio zeigt der Karl-Gerstner-Preisträger 2012 Fabian Fischer sehr deutlich die Ernsthaftigkeit und Kontinuität in der Auseinandersetzung mit den gestalterisch-formalen und methodisch-inhaltlichen Anforderungen der Grundlehre.

Gestaltung, so wie sie an der HfG Schwäbisch Gmünd verstanden und gelehrt wird, versteht sich als eine innovative Disziplin mit sozialen, wissenschaftlichen und technischen Bezügen. Sie trägt dazu bei, kulturelle und ökonomische Entwicklungen der Gesellschaft verantwortungsvoll und nachhaltig zu beeinflussen. Die intensive und interdisziplinär angelegte Grundlagenausbildung in den drei ersten Studiensemestern, in der die Gesetzmäßigkeiten von Fläche und Raum, Licht und Farbe sowie Zeit, Bewegung und Interaktion systematisch untersucht werden, ist zusammen mit der Vermittlung der Gestaltungsmethoden das stabile Fundament, auf dem die Bachelor-Studiengänge Interaktionsgestaltung, Kommunikationsgestaltung und Produktgestaltung aufbauen.

Stifter der Preises ist der frühere Unternehmer im Bereich Büromöbel, Herr Christian Holzäpfel, aus dem Raum Stuttgart. Gerade die Formgestaltung genießt in seinen Augen besondere Priorität und Wertschätzung. Das richtige Gespür für Anmutung und Empfinden, das Gefühl für die gute Form, ob Produkt- oder Kommunikationsdesign und die Innovation müsse das Ziel sein, meint Christian Holzäpfel, der mit dem Karl Gerstner Preis in erster Linie den Ehrgeiz der Studierenden fördern will, immer das Neue zu wagen und noch Besseres anzustreben.

Eine internationale Jury ausgewiesener Designexperten bewertete die Portfolios der insgesamt neun, von einem Professorengremium der HfG nominierten Studierenden. Jury-Mitglieder waren Prof. Dr. Franklin Hernández-Castro vom Instituo Tecnológico de Costa Rica; Prof. Peter von Kornatzky; Prof. Dieter Raffler; Prof. Michael Renner, Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, Dr. Dagmar Rinker, ehemals HfG Archiv Ulm und seit Oktober 2012 Professorin für Designgeschichte, Designforschung und Ausstellungstheorie an der Gmünder Designhochschule sowie Prof. Joachim Sauter von der Universität der Künste in Berlin.


Über Karl Gerstner
Mit dem Schweizer Grafikdesigner, Typografen und Künstler Karl Gerstner gewann die Hochschule für Gestaltung für diesen Hochschulpreis einen Namensgeber, der die Qualität der Grundlagenlehre auf das Trefflichste spiegelt. Karl Gerstner zählt zweifelsfrei mit zu den bedeutendsten Designexperten seines Faches. Die Vielseitigkeit und Prägnanz seiner Arbeiten brachten ihm im deutschsprachigen Raum wie auch auf internationaler Ebene höchste Anerkennung ein. Er ist Mitbegründer der Schweizer Werbeagentur „Gerstner, Gredinger + Kutter“ (GGK). Nach seinem Rückzug aus der aktiven Agenturtätigkeit entwickelte Gerstner unter anderem die Corporate Identity für Unternehmen wie Swissair, Burda oder Langenscheidt und war auch für IBM als Berater und Designer tätig. Gerstner ist mehrfacher Buchautor. Seine Bücher über Typografie gehören zur Pflichtlektüre für ganze Generationen von Grafikdesignern. 2006 überließ er seinen Nachlass der Schweizer Graphischen Sammlung der Schweizer Nationalbibliothek. Der 1930 in Basel geborene Karl Gerstner lebt in der Schweiz.

Buchstabe G
Gmünder Modell

umschreibt die Verknüpfung von gestalterischen Grundlagen, wissenschaftsbasiertem Lernen und Arbeiten, Methodenkompetenz, fundiertem Fachwissen und themenrelevanter Projektarbeit, die für ein hohes Maß von beruflichem Erfolg unserer Absolventinnen[…]