Seite merken

Interaktionsgestaltung BA

Was ist Interaktionsgestaltung?
Digitale Medien, Smartphones und Computer durchdringen heute den gesamten Alltag, das Arbeitsleben und die zwischenmenschliche Kommunikation. Dadurch ist ein ständig wachsendes Arbeitsfeld entstanden – die Konzeption und Gestaltung von interaktiven Produkten und Dienstleistungen: Apps für mobile Geräte, interaktive Exponate für Ausstellungen und Messen, Webseiten und Bedienoberflächen für Navigationsgeräte, Fahrscheinautomaten und digitale Arbeits- und Wohnumgebungen.

Im Studium der Interaktionsgestaltung (auch: „Interaction Design“, „Interface Design“) werden einerseits klassische Gestaltungsthemen behandelt, wie Farbe, Form, Layout und Schriftgestaltung, andererseits spezielle Themen für interaktive Medien wie Navigation, Orientierung, Informationsarchitektur, Handlungsabläufe, Nutzerfreundlichkeit, Feedback usw. Zusätzlich wird Basiswissen aus angrenzenden Fächern, wie der Psychologie, Soziologie oder der Informatik und Mechatronik vermittelt. Vorwissen in diesen Bereichen ist für das Studium nicht notwendig – auch Programmierkenntnisse nicht.

Die Interaktionsgestaltung schlägt damit eine Brücke zwischen den klassischen Bereichen der Kommunikationsgestaltung (an anderen Hochschulen oft „Grafikdesign“ oder „Visuelle Kommunikation“ genannt) und der Produktgestaltung („Produktdesign“ oder „Industrial Design“). Im Kern geht es darum, sinnvolle digitale Produkte und Services zu entwickeln, die nützlich und hilfreich sind. Unser Anspruch ist es dabei, den Alltag der Menschen zu verbessern – auch wenn dies nicht immer zu erfüllen ist. Um in diesem Bereich verantwortlich handeln zu können, wird an der HfG Schwäbisch Gmünd ein kritischer Blick auf Gesellschaft, Umwelt und Konsum gefördert – auch im Bezug auf die Wirkung digitaler Medien. Im Umkehrschluss gibt es Bereiche, die wir gerne anderen überlassen: Wer die tausendste Version eines Ego-Shooters, eine Werbekampagne für Luxusartikel oder ein Interface zur Steuerung von Fernlenkwaffen gestalten möchte, sollte sich nach anderen Studienorten umschauen.

Um diese Ziele zu erreichen, bietet der Studiengang Seminare, Vorlesungen und vor allem praxisorientierte Projektfächer an. Zu Beginn der sieben Semester werden Themen wie gestalterisches Entwerfen, Typografie, Darstellungsmethoden (u.a. Zeichnen), Design- und Mediengeschichte, Programmiersprachen, Kommunikations- und Designtheorie, Fotografie, Animation und Usability vermittelt und eingeübt. Auch wissenschaftliches Arbeiten und Grundlagen einiger wissenschaftlicher Disziplinen werden vermittelt. Während des Studiums werden zudem projektplanerisches Vorgehen, Fremdsprachen und Teamfähigkeit entwickelt. Im Hauptstudium werden diese Teilbereiche in komplexeren praxisorientierten Projekten mit folgenden Schwerpunkten verknüpft:

Interface Design
behandelt die Gestaltung der Schnittstelle zwischen Mensch und Computer. Meistens denkt man dabei an die grafische Gestaltung von „Bildschirmoberflächen“, aber auch neuartige physikalische Eingabegeräte jenseits von Maus und Tastatur werden hier entwickelt.

Application Design
befasst sich mit Analyse, Konzeption, Aussehen und Verhalten von Software-Produkten und berücksichtigt dabei Richtlinien der Softwaregestaltung und das Erscheinungsbild der Anbieterfirmen.

Interaktive Kommunikationssysteme
Hier werden Plattformen zur Kommunikation und zur Vermittlung von Inhalten gestaltet. Zum Beispiel für Lern- und Lehrsysteme in Ausstellungen und Rauminstallationen oder im Bereich Wissensmanagement für Institutionen.

Invention Design
skizziert neue Produkte und Werkzeuge mit einer stark in die Zukunft gerichteten Perspektive. Neueste technologische Entwicklungen werden recherchiert und bewertet, um forschend-experimentell sinnvolle Anwendungen zu entwickeln.

Nach dem Studium

Mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ (BA) besteht die Möglichkeit den direkten Berufseinstieg zu wählen. Aber auch der Weg zu einem weiterführenden Master-Studiengang steht danach offen – in Schwäbisch Gmünd, deutschlandweit oder international (die HfG Schwäbisch Gmünd pflegt Partnerschaften und Kooperationen mit über 50 Design-Hochschulen auf allen Kontinenten).

Die AbsolventInnen des Studiengangs Interaktionsgestaltung arbeiten typischerweise in Designbüros, in der Medienwirtschaft, in Designabteilungen der Industrie oder der Softwarebranche. Als „Anwalt des Nutzers“ vertreten sie dabei die Interessen der Nutzer und streben eine hohe funktionale und ästhetische Qualität an, meist in gemischten Arbeitsteams, in denen sie oft eine entscheidende Vermittlerrolle übernehmen, zwischen Fachleuten aus Technik, Management und der Kundenseite.

Projekte
Ausgewählte Arbeiten von Studierenden der Interaktionsgestaltung finden Sie unter IG Projekte. Eine Übersicht über alle Semester- und Abschlussarbeiten bietet das IG Portfolio.

Regelstudienzeit
Sieben Semester, Abschluss „Bachelor of Arts“

Bewerbung
Wir nehmen sowohl zum Winter- wie auch zum Sommersemester Studierende auf. Die Bewerbungsfristen sind:
Für das Wintersemester der 15. Mai.
Für das Sommersemester der 15. November.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren.
Den Bewerbungsbogen, die Zulassungssatzung, die Studien- und Prüfungsordnung und den Studienverlaufsplan finden Sie auf der Download-Seite.

Brauchen Sie weitere Informationen oder haben Sie Fragen?
Dann könnnen Sie sich gerne bei uns melden.

Koordinatorin des Studiengangs:
Julia Stäbler
Tel. 07171 / 602-632
E-Mail-Adresse

Leiter des Studiengangs:
Prof. Hartmut Bohnacker
E-Mail-Adresse

Export

Merkzettel

    Die Links zu Ihren Seiten sind in der E-Mail automatisch enthalten.

    Versenden

    Buchstabe N
    Nachhaltigkeit

    Die Hochschule tritt für wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit in ihren Lehrprogrammen ein, um ihrer Verantwortung zum schonenden Umgang mit lebensnotwendigen Ressourcen gerecht.