Antritt der Vertretungsprofessur für „AI + Design“
Mark Meyer wurde zum Vertretungsprofessor für „AI + Design“ ernannt und trägt damit zur Profilierung der HfG im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen der Gegenwart bei. Hier legt er unter anderem ein besonderes Augenmerk darauf, wie Design die Beziehung zwischen Menschen und KI-Systemen prägt und welche gestalterische Verantwortung sich daraus ableiten lässt.
Der Themenschwerpunkt „Menschenzentrierte KI“ begleitet Mark Meyer dabei bereits seit seinem eigenen Studium an der HfG, wo er Interaktionsgestaltung sowie Strategische Gestaltung studierte. Im Jahr 2019 schloss er hier erfolgreich mit seiner Masterarbeit zur Rolle des Designs in KI-Systemen ab.
Im Anschluss an sein Studium war er als Associate Design Director bei McKinsey & Company tätig, wo er eng mit QuantumBlack zusammenarbeitete. Sein Schwerpunkt lag auf KI-gestützten Produkten und Ventures in regulierten Branchen wie Life Sciences und MedTech – mit besonderem Fokus auf die Übersetzung zwischen Data Science, Engineering und Endnutzer*innen unter komplexen regulatorischen Anforderungen.
Als Experte für menschenzentrierte KI ist er seit diesem Jahr nun Teil des AI+D Labs, das sich kritisch und experimentell mit dem Einsatz von KI in der Gestaltungspraxis auseinandersetzt.
Seine Antrittsvorlesung nutzte Mark Meyer noch einmal dazu, sein individuelles Verständnis von Design als Medium, das Verantwortung, Transparenz und menschliche Kontrolle in algorithmischen Systemen nicht nur einfordert, sondern konkret erfahrbar macht, darzulegen.
Drei Fragen an Mark Meyer:
1. Ich habe mich für die Lehrtätigkeit an der HfG entschieden, weil …
… hier die perfekten Bedingungen herrschen, um sich mit den zentralen Fragen der zukünftigen Gestaltungsdisziplin auseinanderzusetzen.
2. An dem Themenschwerpunkt „Menschenzentrierte KI“ begeistert mich am meisten, …
… die vielen Chancen und Risiken die sich durch diese Technologie ergeben und welche Rolle Gestalter*innen dabei spielen, diese Technologie auf eine für uns wohlwollende Art zu entwickeln.
3. Den Studierenden möchte ich mit auf den Weg geben, …
… dass sie bei allen Ungewissheiten und Zukunftsängsten eine gewissen kritischen Optimismus behalten sollen.