Die HfG nimmt Abschied von Prof. Frank Georg Zebner

Nachruf prof zebner 2026 foto privat

Die HfG trauert um Prof. Frank Georg Zebner, der unserer Hoch­schule, an der er selbst einst studierte, tief verbunden war. 

Sein bemer­kens­werter Werde­gang zeich­nete sich schon früh ab: Bereits in jungen Jahren arbei­tete er in Metro­polen wie München, London und San Fran­cisco für welt­weit führende Agen­turen wie frog design und ID TWO (heute IDEO). Beein­flusst durch die enge Zusam­men­ar­beit mit Design-Pionieren wie Hartmut Esslinger und Bill Moggridge, lenkte er seinen Fokus auf das aufkom­mende Inter­ak­ti­ons­de­sign. Mitte der 1990er-Jahre verant­wor­tete er als Head of Inter­face- and Trans­por­ta­tion-Design bei Siemens wegwei­sende Mobi­li­täts­pro­jekte und gestal­tete visio­näre Erleb­nisse für die EXPO 1992 und 2000. Mit seinem eigenen Studio zählten parallel globale Marken wie BMW, Audi und Porsche zu seinen Kunden. Von 2017 bis 2022 entwi­ckelte er als Head of Design zudem Design­stra­te­gien für bult­haup. Zebners akade­mi­sche und gestal­te­ri­sche Exper­tise besaß welt­weite Strahl­kraft. Er lehrte als Gast- und Hono­rar­pro­fessor an Univer­si­täten in Europa, Austra­lien und Asien und war in den Jurys der wich­tigsten Bran­chen­aus­zeich­nungen wie dem Red Dot Design Award, dem iF Design Award und dem German Design Award sehr gefragt. Zuletzt grün­dete er gemeinsam mit Lina Djouiai das Design­studio Violet Design GbR und enga­gierte sich als Mitbe­gründer der Deut­schen Gesell­schaft für Design­ge­schichte (GfDg) sowie des Vereins design inclusion.

Bei all seinen viel­fäl­tigen und inter­na­tio­nalen Stationen nimmt sein Wirken an der HfG Schwä­bisch Gmünd für uns einen ganz beson­deren Stel­len­wert ein. Bereits im Jahr 1997 wurde er zum Professor für Produkt­ge­stal­tung und für Kommu­ni­ka­ti­ons­ge­stal­tung an die HfG berufen. Als inspi­rie­render Mentor und Dozent hat er hier Gene­ra­tionen von Studie­renden geprägt. Stets forderte und förderte er von sich und anderen eine unbe­stech­liche gestal­te­ri­sche Qualität“.

Die Hoch­schule ist Frank Zebner ganz beson­ders dafür dankbar, dass er die Digi­ta­li­sie­rung im Design ganz früh­zeitig ange­trieben und in hoher Qualität umge­setzt hat. Er hat sich tief­ge­hend damit ausein­an­der­ge­setzt und dieses Wissen wegwei­send in die Lehre einge­führt. Für das Kolle­gium und die Studie­renden war er ein unge­mein wich­tiger Diskus­si­ons­partner von heraus­ra­gend guter sach­li­cher Kompe­tenz. Mit seiner schlag­fer­tigen Art und seiner überaus präzisen Sprache war es stets lohnens­wert, sich mit ihm ausein­an­der­zu­setzen. Er hat sich gerne und konstruktiv an anderen Posi­tionen gerieben und wurde als diskus­sions- und gestal­tungs­freu­diger Kollege über alle Maßen geschätzt.

Unser tiefes Mitge­fühl gilt seinen Ange­hö­rigen sowie allen Wegbe­glei­te­rinnen und Wegbe­glei­tern. Die HfG wird Frank Zebner ein ehrendes Andenken bewahren.


Bild­quelle: privat