Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd erzielt Erfolg im Professorinnenprogramm
Konzept „Form folgt Vielfalt“ überzeugt bundesweit
Die HfG zählt zu den Gewinnerinnen der aktuellen Auswahlrunde des Professorinnenprogramms von Bund und Ländern. Bundesweit setzten sich 44 Hochschulen mit ihren Gleichstellungskonzepten durch – darunter vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus Baden-Württemberg. Für die HfG bedeutet dies: Sie kann künftig Fördermittel von bis zu 165.000 Euro jährlich einwerben, um Professuren zu finanzieren, die mit Frauen besetzt werden.
Herzstück des HfG-Erfolgs ist das Konzept „Form folgt Vielfalt“, das 2025 erarbeitet wurde und die Gleichstellungspolitik der Hochschule auf neue Beine stellt. Die Grundlage für das Konzept bilden nicht nur Zahlen und Daten, sondern auch zahlreiche Stimmen aus der Hochschule: Studierende, Lehrende und Mitarbeitende brachten sich über Umfragen und Interviews ein. Die Analyse war bewusst selbstkritisch – und zeigte klar, wo die HfG in Sachen Diversität gut aufgestellt ist und wo noch Hürden bestehen. Auf dieser Basis entstand ein Maßnahmenpaket, das konkrete Ziele formuliert, Prioritäten setzt und realistische Schritte für die kommenden Jahre definiert.
Der Anspruch der HfG, dass Gestaltung gesellschaftlich relevant sein soll, zeigt sich auch im Hochschulalltag. Die HfG versteht sich als offener Lern- und Arbeitsort, an dem Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gefördert wird. Dennoch machte das interne Monitoring deutlich, dass noch längst nicht alle selbst gesteckten Ziele erreicht wurden – ein wichtiger Motor für das neue Gleichstellungskonzept. Rektorin Maren Schmohl betont die Bedeutung der Auszeichnung:
„Unser Konzept ist nicht nur ein Strategiedokument – es ist Ausdruck der Überzeugung, dass Vielfalt für die Qualität guter Gestaltung unverzichtbar ist. Die Anerkennung im Professorinnenprogramm zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und stärkt uns darin, Karrierewege für Frauen an der HfG weiter auszubauen.“
Das „Professorinnnprogramm 2030“ entspringt einer gemeinsamen Bund-Länder-Vereinbarung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (seit Mai 2025: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) sowie des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Die positive Begutachtung ihres Gleichstellungskonzepts ermöglicht es der HfG, gezielt neue Karrierewege für Wissenschaftlerinnen zu schaffen und die Sichtbarkeit von Frauen in der gestalterischen Forschung und Lehre auszubauen. Gleichzeitig wird das Thema Gleichstellung im Alltag der Hochschule noch stärker verankert – als Leitlinie, die alle Bereiche prägt.