HfG erhält Förde­rung von Bund-Länder-Programm KI in der Hochschulbildung“

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Forschungs­pro­jekts KITeGG“ soll Studie­rende dazu befä­higen, künst­liche Intel­li­genz als neues Gestal­tungs­mittel zu verstehen. (Bild: Max Isele)

Die Hoch­schule für Gestal­tung Schwä­bisch Gmünd ist Partner im Verbund­pro­jekt KI greifbar machen und begreifen: Tech­no­logie und Gesell­schaft verbinden durch Gestal­tung – KITeGG“ gemeinsam mit der Hoch­schule für Gestal­tung Offen­bach, der Hoch­schule Mainz, der Tech­ni­schen Hoch­schule Köln und der Hoch­schule Trier. Das Projekt hat zum Ziel, die Lehre von Themen und Methoden der künst­li­chen Intel­li­genz nach­haltig in der Gestal­tung zu veran­kern. Nun wurde das Projekt für die Förde­rung des Bund-Länder-Programms KI in der Hoch­schul­bil­dung“ ausgewählt.

Das Forschungs­pro­jekt​„KITeGG“ soll Studie­rende dazu befä­higen, künst­liche Intel­li­genz (kurz: KI) als neues Gestal­tungs­mittel zu verstehen und zu nutzen. Durch den Aufbau eines starken Verbunds gestal­te­ri­scher Fach­be­reiche und Hoch­schulen soll das Projekt KI-Themen und Methoden nach­haltig in der gesamten Breite des Feldes der Gestal­tung festigen. Das Verbund­pro­jekt verfolgt dabei den Anspruch, die Lehre von KI-Methoden nach­haltig in die (Aus-) Bildung von Gestalter*innen einzu­binden, sodass Studie­rende in der Lage sind, diese Methoden reflek­tiert als Mate­rial und Werk­zeuge der Gestal­tung einzu­setzen. Als​„Gestalter*innen der Zukunft” sollen Studie­rende nicht nur über Wissen zu aktuell und zukünftig rele­vanten Tech­no­lo­gien und über profunde tech­ni­sche Kennt­nisse verfügen. Weiter müssen sie auch Nutzer*innen-Kontexte sowie ethi­sche und recht­liche Frage­stel­lungen syste­ma­tisch berück­sich­tigen können. 

Den Projekt­teil an der HfG Schwä­bisch Gmünd koor­di­nieren Prof. Bene­dikt Groß und Prof. Hartmut Bohn­acker. Wir beob­achten auf der einen Seite, dass Soft­ware, Daten und maschi­nelles Lernen mehr und mehr den Alltag der Menschen durch­dringen und gleich­zeitig, dass Design als Diszi­plin verstärkt imma­te­ri­elle Dinge wie zum Beispiel Apps und Services gestaltet. An der HfG lehren wir bereits seit Jahr­zehnten, Soft­ware als Mate­rial” zu begreifen, um diese imma­te­ri­ellen Arte­fakte gestalten zu können. So wie sich Schreiner*innen mit der Mase­rung vom Holz auskennen müssen, so müssen sich Designer*innen mit den Gestal­tungs­mög­lich­keiten, die durch Soft­ware möglich werden, auskennen. Daher war es für uns sehr nahe­lie­gend KI als eine natür­liche Erwei­te­rung dieses Ansatzes zu verstehen, um damit die nächste Genera­tion von Produkten und Arte­fakten auch in der Zukunft maßgeb­lich mitge­stalten zu können“, so Prof. Bene­dikt Groß. 

Das Minis­te­rium für Wissen­schaft, Forschung und Kunst Baden-Würt­tem­berg betont die Wich­tig­keit des Bund-Länder-Programms. So heißt es in der offi­zi­ellen Pres­se­mit­tei­lung des MWK, dass die Förder­initia­tive KI in der Hoch­schul­bil­dung“ die Viel­falt und Breite von Studium und Lehre des Hoch­schul­sys­tems weiter voran­bringen und ausbauen soll. Zu diesem Zweck sollen zukünf­tige akade­mi­sche Fach­kräfte durch die Imple­men­tie­rung von Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) als Studi­en­in­halt exzel­lent quali­fi­ziert und die Qualität, Leis­tungs­fä­hig­keit und Wirk­sam­keit der Hoch­schul­bil­dung durch den Einsatz von KI verbes­sert werden.

Baden-Würt­tem­berg ist mit 16 geför­derten Hoch­schulen Spit­zen­reiter beim Bund-Länder-Programm Künst­liche Intel­li­genz (KI) in der Hoch­schul­bil­dung“. Die Projekte waren im Juni 2021 in einem wissen­schafts­ge­lei­teten Wett­be­werbs­ver­fahren ausge­wählt worden und starten im Dezember 2021. Die Hoch­schulen im Land erhalten insge­samt mehr als 23 Mio. Euro.