UX Design Awards für HfG-Projekte forest­sense“ und Elec­trolux Jodana“

01 Jodana Iso view RIGHT

Die Hoch­schule für Gestal­tung Schwä­bisch Gmünd (HfG) und ihr Studie­render Niklas Muhs konnten 2023 bei den inter­na­tio­nalen UX Design Awards gleich zweimal glänzen. Für sein indi­vi­du­elles Gestal­tungs­pro­jekt forest­sense“ gewann HfG-Student Niklas Muhs den UX Design Award I Gold“ in der Kate­gorie New Talent“. In derselben Kate­gorie, und in Zusam­men­ar­beit mit dem schwe­di­schen Umeå Insti­tute of Design, wurde Niklas‘ Projekt Elec­trolux Jodana“ mit den Projekt­part­nern Luisa Ebeling, Indalecio Gaytan und Yash Saboo mit dem UX Design Award“ ausgezeichnet. 

forest­sense“ von Niklas Muhs, entstanden im HfG-Studi­en­gang Produkt­ge­stal­tung und betreut von Andreas Hess, ist eine Soft­ware mit Schnitt­stel­len­funk­tion zur Daten­er­fas­sung und Daten­nut­zung in der Forst­wirt­schaft. Niklas hat hierzu eine Platt­form mit Sensoren entwi­ckelt, die durch drei­di­men­sio­nale Daten und Farb­werte ein Abbild des Waldes erzeugt. Zusätz­liche Spek­tral­sen­soren erlauben dem Nutzer die früh­zei­tige Erken­nung von kranken Bäumen. Die Platt­form soll eine nach­voll­zieh­bare Verbin­dung zwischen Wald und einer digi­talen Ober­fläche herstellen. Auf dessen Grund­lage können anschlie­ßend Daten ausge­wertet und Entschei­dungen getroffen werden, um den Aspekt einer nach­hal­tigen Forst­wirt­schaft zu stärken. 

„„forest­sense“ hat die Jury vor allem wegen seines holis­ti­schen Ansatzes über­zeugt. Das Hard­ware-Design hat ein hohes tech­ni­sches Niveau, ist leicht umzu­setzen und verbindet sich sehr vorteil­haft mit der Soft­ware-Anwen­dung. Insge­samt schafft forest­sense“ für Forst­wirte eine sehr gute Platt­form zur Doku­men­ta­tion von Wald­be­ständen und damit auch zur nach­hal­tigen Nutzung der Forst­wirt­schaft und zum Klima­schutz“, so die Jury in ihrer Argumentation.


UX Design Award für Elec­trolux Jodana“-Projekt

Das Thema Nach­hal­tig­keit stand auch im Zentrum eines weiteren mit dem UX Design Award prämierten Projekts von HfG-Student Niklas Muhs während eines Austausch­se­mes­ters an dem schwe­di­schen Umeå Insti­tute of Design – eine der welt­weiten Part­ner­hoch­schulen der HfG. Elec­trolux Jodana“, entwi­ckelt von HfG-Student Niklas Muhs in Zusam­men­ar­beit mit Luisa Eber­ling, Indalecio Gaytan, und Yash Saboo, ist ein nach­hal­tiges und indi­vi­du­elles Koch­öko­system, mit dem der Konsum von kurz­le­bigen Produkte redu­ziert werden kann.

Gesell­schafts­po­li­ti­scher Hinter­grund: In vielen Ländern sind Menschen zur finan­zi­ellen Verbes­se­rung ihrer Situa­tion dazu gezwungen, ihre Fami­lien zurück­lassen. Durch die einher­ge­hende Tren­nung von ihren Fami­lien verbrau­chen sie mehr Haus­halts­ge­räte – was jedes Jahr zu mehr Elek­tro­schrott führt. Das von Elec­trolux Jodana“ ange­bo­tene Koch-Equip­ment und ‑Zubehör will dem entge­gen­wirken durch viel­sei­tige Nutzungs­op­tionen und die Möglich­keit der indi­vi­du­ellen Nutzer­an­pas­sung. Das Projekt zielt auf zwei­erlei: einer­seits auf die Förde­rung eines fami­liären Gemein­schafts­ge­fühls trotz beruf­li­cher Tren­nung im In- und Ausland durch ein gemein­sames, inter­ak­tives Koch­erlebnis, zum anderen auf den Verzicht von kurz­le­bigen Konsum­mus­tern und die Reduk­tion von Elektroschrott.

Oder wie es die Jury in ihrer Urteils­be­grün­dung für die Auszeich­nung mit dem UX Design Award formu­lierte: Dieses gut gestal­tete Konzept ist bis dato auf dem Markt einzig­artig. Auch die Idee, mithilfe eines nur kleinen Herds eine Form des inter­ak­tiven Kochens – als Gemein­schafts­mo­ment während einer beruflich/​privat bedingten fami­liären Tren­nung – zu schaffen, über­zeugt. Vom Gestal­te­ri­schen wartet ´Elec­trolux Jodana´ mit einem modular ausge­rich­teten Konzept auf und ist viel­seitig und nach­haltig nutzbar – sowohl privat als auch gemeinschaftlich.“

Die UX Design Awards

Die UX Design Awards werden ausge­richtet vom Inter­na­tio­nalen Design Zentrum Berlin (IDZ) und würdigen die Rolle, die ausge­zeich­netes User-Expe­ri­ence-Design (UX) für die Gestal­tung einer posi­tiven Lebens­welt für das Allge­mein­wohl spielt. Im Jahr 2008 als Ausstel­lung für gute Usabi­lity gegründet, etablierte das IDZ im Jahr 2015 die UX Design Awards. Seitdem zeichnen die Awards zweimal jähr­lich welt­weit die besten Expe­ri­ences aus. Der Wett­be­werb ist offen für Produkte, Services, Envi­ron­ments, Konzepte und Visionen sowie für Master- und Bache­lor­ar­beiten aus aller Welt. Im Früh­jahr 2023 wurden in den fünf Kate­go­rien (Public Choice, Product, Concept, Vision, New Talent) aus 400 Einrei­chungen insge­samt 91 Projekte nomi­niert und 16 davon prämiert.