Vorträge für ange­hende Gründer*innen sorgen auch im virtu­ellen Semester für Wissenstransfer

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goHfG Vorträge im Sommer­se­mester 2021 (Bild: HfG)

Im vergan­genen Semester hat die Grün­dungs­of­fen­sive goHfG an der Hoch­schule für Gestal­tung Schwä­bisch Gmünd zu verschie­denen virtu­ellen Vorträgen geladen. Studie­rende, Hoch­schul­an­ge­hö­rige und Netzwerkpartner*innen konnten auf diesem Weg grund­le­gende Kennt­nisse für die eigene Exis­tenz­grün­dung vermit­telt werden. Insge­samt fünf Vorträge zu Themen wie Start-up Finan­zie­rung, Steu­er­erklä­rung oder Schutz­rechten rundeten das Bera­tungs­an­gebot von goHfG ab.

Semes­ter­auf­takt mit dem SUPERMASTER

Miriam Brüne und Andreas Kiss­ling, die Gewinner des SUPER­MAS­TERS 2020“, berich­teten in der Vortrags­reihe der goHfG Grün­dungs­of­fen­sive am 22. März über ihren Weg zu Deutsch­lands bester Masterarbeit.

Andreas Kiss­ling und Miriam Brüne haben 2020 ihren Master der Stra­te­gi­schen Gestal­tung an der Hoch­schule für Gestal­tung in Schwä­bisch Gmünd abge­schlossen. In ihrer gemeinsam verfassten Master­ar­beit stellten sich Brüne und Kiss­ling die Frage, wie nach­hal­tige Produkte und Services durch Geschäfts­mo­del­lin­no­va­tion geför­dert werden können.Die Arbeit wurde mit dem Titel SUPER­MASTER 2020“ der Wirt­schafts­Woche und des bdvb (Bundes­ver­band Deut­scher Volks- und Betriebs­wirte) ausge­zeichnet und zählt zu den Fina­listen des Deut­schen Nach­hal­tig­keits­preises 2021.

Ein Engel für Start-ups zu Besuch bei goHfG

In einem Vortrag über Start-up Finan­zie­rung“ berich­tete Frank Motte am 11. Mai über seine mehr als 20-jährigen Erfah­rungen als Investor. Die Grün­dungs­of­fen­sive goHfG hatte den erfah­renden Investor einge­laden, um grün­dungs­in­ter­es­sierten Studie­renden einen Blick hinter die Kulissen der Start-up Finan­zie­rung zu geben. Bei der anschlie­ßenden Diskus­sion konnten die Studie­renden und Gäste Fragen rund um das Thema Finan­zie­rung von Start-ups und Grün­dungs­vor­haben stellen.

Fort­set­zung zum Thema Schutz­rechts­an­mel­dungen: goHfG begrüßt Bernd Häußler zum zweiten Mal

Grund­kennt­nisse zum Schutz der eigenen krea­tiven Leis­tungen sind unter anderem nötig, wenn Studie­rende mit Unter­nehmen zusam­men­ar­beiten. Deshalb lud goHfG, am 19. Mai zu einem Online-Vortrag von Bernd Häußler zum Thema​„Schutz­rechts­an­mel­dungen: Recherche“ ein. 

Im Vortrag ging Häußler auf Grund­lagen der Patent­re­cherche, Aufbau von Patent­ver­öf­fent­li­chungen und Patent­an­sprü­chen, inter­na­tio­nale Patent­klas­si­fi­ka­tion, Such­be­griffe, Opera­toren und Stra­tegie, sowie kosten­lose Daten­banken ein. Außerdem gab er konkrete Recher­che­hin­weise und eine Recherchevorführung.

Es gib mehr als 120 Mio. Veröf­fent­li­chungen welt­weit,“ sagt Bernd Häußler und rät zu einer frühen Beschäf­ti­gung mit dem Thema Schutz des eigenen geis­tigen Eigen­tums – auch um Sicher­heit zu gewinnen, inwie­fern Risiken durch Schutz­rechte anderer entstehen könnten. 

Das Team von goHfG wertet den Fach­vor­trag als echten Erfolg – insbe­son­dere für die Studie­renden.​„Viele studen­ti­sche Projekte bergen großes Inno­va­ti­ons­po­ten­tial und werden mangels Kennt­nissen nur unzu­rei­chend geschützt. Der Schutz geis­tigen Eigen­tums ist aber eine zuneh­mend wich­tige Fach­kom­pe­tenz für Gestal­tende. Deswegen freuen wir uns über Herrn Häuß­lers Bereit­schaft, unsere Studie­renden dies­be­züg­lich zu unter­stützen“, erläu­tert Projekt­leiter Prof. Gerhard Reichert das Ziel der Gründungsoffensive.

Krea­tiv­wirt­schaft und Steuern – Infos für Gründer*innen und Studierende 

Das Thema Steuern ist für viele Studie­rende ein eher unbe­kanntes – dabei betrifft es auch sie, insbe­son­dere, wenn sie eine Exis­tenz­grün­dung planen. Deswegen hatte die Grün­dungs­of­fen­sive goHfG den Steu­er­be­rater Ralf Wiede­mann von der LIMES Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft mbH am 16. Juni 2021 eingeladen. 

Neben grund­sätz­li­chen Infor­ma­tionen für Studie­rende über die Steu­er­erklä­rung und was dafür benö­tigt wird, sprach der selbst­stän­dige Steu­er­be­rater auch darüber, wann es notwendig und gege­be­nen­falls sinn­voll ist, während des Studiums eine Steu­er­erklä­rung zu machen. Insbe­son­dere für Selbst­stän­dige und Gründer*innen gibt es in punkto Steuern einiges zu beachten – auch und gerade in der Kreativbranche.

Gerade in der Krea­tiv­wirt­schaft ist die Abgren­zung zwischen Gewer­be­be­trieb und freiem Beruf nicht immer eindeutig. Die Unter­stüt­zung durch Expert*innen kann hier entschei­dend sein!“, empfiehlt Wiede­mann. Auch die Gewer­be­an­mel­dung, den Frage­bogen zur steu­er­li­chen Erfas­sung und die verschie­denen Steu­er­arten, die Einzelunternehmer*innen kennen sollten, erläu­terte der Experte in seinem Vortrag. Die Finanz­buch­hal­tung sei ein elemen­tarer Baustein für gute Unter­neh­mens­füh­rung, meint Wiedemann.

Lizenz­ver­trag als krönender Abschluss

Zum Abschluss der Vortrags­reihe und des Sommer­se­mes­ters mit goHfG stellte Projekt­leiter Prof. Gerhard Reichert in seinem virtu­ellen Vortrag am 23. Juni am Beispiel eines Lizenz­mus­ter­ver­trags grund­sätz­liche Struk­turen und Tipps zum Aufsetzen eines Lizenz­ver­trages vor.

Lizen­zie­rung ist je nach Branche eine häufig anzu­tref­fende Vertrags­form, um einem Unter­nehmen die Nutzung imma­te­ri­ellen Vermö­gens, zum Beispiel Gebrauchs­muster, eine Soft­ware, ein Musik­stück, ein einge­tra­genes Design, einen Marken­namen oder ähnli­ches, zu ermög­li­chen. In der sich entwi­ckelnden Krea­tiv­wirt­schaft haben Lizenz­ver­träge eine stei­gende Bedeu­tung. Der Verkauf der Nutzungs­rechte kann sich für beide Seiten als Vorteil erweisen. Lizenz­ge­bende, zum Beispiel Designer*innen erhalten eine Vergü­tung, Lizenz­neh­mende können beispiels­weise ein gut gestal­tetes oder inno­va­tives Produkt wirt­schaft­lich verwerten.

Unsere fach­lich hervor­ra­gend ausge­bil­deten Studie­renden wollen wir mit unseren Vorträgen auf die Wirt­schafts­welt vorbe­reiten. Ihre Krea­ti­vität und ihre Inno­va­ti­ons­kraft sind große Ressourcen, die sie oft unter Wert verkaufen. Deswegen ist das Thema Lizenz­ver­träge Grund­la­gen­wissen für Krea­tiv­schaf­fende!“, ist goHfG-Projekt­leiter Prof. Gerhard Reichert überzeugt.

Zu Beginn des Vortrags präsen­tierte Frau Jessica Lauren Passler als Mana­gerin & Koor­di­na­torin des in:it co-working labs in Schwä­bisch Gmünd das Grün­der­zen­trum im Herzen der Stauferstadt.

Im in:it co-working lab können Start-ups, Gründer*innen, Freiberufler*innen, Student*innen und Krea­tive einen Arbeits­platz anmieten und ein neues und flexi­bles Arbeits­um­feld, das Krea­ti­vität und Kommu­ni­ka­tion fördert, entdecken.

Fort­set­zung folgt: auch weiterhin Vorträge und Events von goHfG an der Hochschule

Auch im kommenden Semester wollen die Verant­wort­li­chen von goHfG mit Vorträgen und anderen Veran­stal­tungen die Studie­renden ermu­tigen, ihre jewei­ligen Projekte für eine Exis­tenz­grün­dung zu nutzen. Das Team, bestehend aus Projekt­leiter Prof. Gerhard Reichert, Carolin Morlock, Sven Golob und Stefanie Weber, freut sich auf ein abwechs­lungs­rei­ches Winter­se­mester und die neuen Projekte, die während der nächsten Semes­ter­aus­stel­lung im Scou­ting entdeckt werden.