Raumstation

Der Service »raumstation« bietet Kosmopoliten, die auf kleinem Raum leben, Zugang zu flexibel buchbaren Nutzungsräumen in ihrem Quartier. Damit ist es möglich, die eigene Wohnung temporär zu erweitern.

Masterthesis von
Nadine R. Hellmann und Melanie Raith

Betreuuer:
Professor Ulrich Schendzielorz
Professor Marc Guntow

Im Zuge der fortschreitenden Reurbanisierung entstehen immer mehr Mikroapartment-Quartiere.

Die Wohnfläche eines Apartments ist oft nicht größer als 25 Quadratmeter. Künftig werden somit immer mehr Menschen in europäischen Metropolen auf stark begrenztem Raum leben. Dies betrifft vor allem eine junge Generation, zu der urbane Nomaden ebenso zählen wie Early Global Adopter.

Um dieser hoch mobilen und progressiven Dialoggruppe einen möglichst hohen Wohnkomfort zu bieten, denkt die raumstation Wohnen neu. Das Serviceangebot erweitert die tatsächliche Wohnfläche durch den Zugang zu gemeinschaftlich genutztem Raum innerhalb eines Quartiers. Das Wohnen wird somit dezentral und alltägliche Tätigkeiten können flexibel und komfortabel aus den eigenen vier Wänden ausgelagert werden.

Der Vorteil: Nutzer*innen bezahlen nur die tatsächliche Nutzungsdauer und können ihre Arbeits- und Wohnweise flexibel an sich verändernde Anforderungen anpassen. Für einen hohen Komfort steht ein vielfältiges Angebot an voll ausgestatteten Räumen (Raumflotte) zur Verfügung. Das Konzept umfasst Räume zum Kochen und für gemeinsame Mahlzeiten, Räume zum Arbeiten und für Besprechungen,
Werkstätten genauso wie Angebote zum Sport treiben, Schlafmöglichkeiten für Gäste sowie vielfältig
einsetzbare Veranstaltungsräume. Die Menge der ausgelagerten Nutzungsräume innerhalb eines Quartiers ist dabei immer abhängig von der Anzahl der Wohneinheiten im Bezugsbereich.

Das Herzstück des Serviceangebotes ist der große, öffentlich zugängliche, Gemeinschaftsraum »raumstation«. Bewohner*innen eines raumstation-Quartiers erhalten durch ihre Mitgliedschaft bei der raumstation Zugang zu einer quartiersübergreifenden Community. Im eigenen Quartier fördern die örtliche Nähe und der zentrale Treffpunkt »raumstation« die Interaktion der Bewohner*innen untereinander. Jeder Einzelne wird so Teil eines großen Ganzen und findet auch in einer neuen Stadt direkt Anschluss ans Quartier und bestehende Strukturen.

Die Smartphone-Applikation bietet der Community digital Zugriff auf quartiersbezogene Informationen
sowie bevorstehende Events. Das Mobilformat ermöglicht dabei die direkte Buchung von Substitut-Angeboten und bietet gleichzeitig Möglichkeiten zur sozialen Vernetzung der raumstation-Mitglieder. Zusätzlich sorgt ein Bewertungssystem für Transparenz auf Angebotsseite. Die Verfügbarkeit der angebotenen Räume ist über die Applikation einsehbar, und die digitale Buchung garantiert den Zugang für den angegebenen Zeitraum.

Mit dem Anspruch an Serviceorientierung und ihrem Fokus auf der persönlichen Freiheit und Flexibilität der Nutzer*innen steht die raumstation für ein individuelles und zukunftsorientiertes Wohnverständnis. Als Hybrid aus Raum und Service zeigt die raumstation, dass »Raum« ein flexibler Begriff ist, der sich an unseren Bedürfnissen ausrichten kann und muss.

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Buchstabe W
Wettbewerbe

werden per Aushang, über das Intranet oder per E-Mailverteiler an die Studierenden verbreitet.