Doppelter Erfolg beim UX Design Award 2026: Gleich zwei Master­ar­beiten ausgezeichnet

Pressemitteilung UX Design Award Titelmotiv x

Dass die Master­stu­die­renden der HfG mit ihren Arbeiten am Puls der Zeit sind, beweist die aktu­elle Verlei­hung des renom­mierten UX Design Awards (Herbst 2026), bei der zwei ihrer Projekte in der Kate­gorie New Talent‘ ausge­zeichnet wurden. Dabei erzielte das Projekt Hi:Stories – next door“ den UX Design Award Gold. Beide Arbeiten über­zeugten die inter­na­tio­nale Fach­jury durch ihr syste­mi­sches Denken, eine heraus­ra­gende Nutzer­füh­rung und ihren Beitrag zu drän­genden gesell­schaft­li­chen Herausforderungen.

Die Auszeich­nungen unter­strei­chen einmal mehr die hohe Qualität der gestal­te­ri­schen Ausbil­dung an der HfG Schwä­bisch Gmünd und zeigen, wie durch fundiertes User Expe­ri­ence Design komplexe Systeme verständ­lich und gesell­schaft­lich rele­vante Themen zeit­gemäß vermit­telt werden können.

Hi:Stories – next door

Wie lässt sich das Gedenken an die Zeit des Natio­nal­so­zia­lismus für Jugend­liche im Alter von 14 bis 19 Jahren dauer­haft und zeit­gemäß vermit­teln – insbe­son­dere in einer Zeit, in der immer weniger Zeit­zeu­ginnen und Zeit­zeugen aus eigener Erfah­rung berichten können? Dieser Frage widmeten sich Adrian Jans, Sarah Müller und Marc Schade in ihrer Master­ar­beit »Hi:Stories«.

Das Projekt verbindet digi­tale und hybride Formate, um geschicht­li­ches Bewusst­sein im Alltag junger Menschen zu veran­kern und demo­kra­ti­sche Werte zu stärken. Eine beson­dere Heraus­for­de­rung bestand in der sensi­blen Balance: Die schnellen, von Social Media geprägten Seh- und Nutzungs­ge­wohn­heiten der Ziel­gruppe mussten mit einem respekt­vollen, würde­vollen Umgang mit den Schick­salen der NS-Opfer in Einklang gebracht werden. Statt vorge­fer­tigter Narra­tive verknüpft »Hi:Stories« reale Orte im Stadt­raum mit Origi­nal­do­ku­menten (u. a. in konzep­tio­neller Koope­ra­tion mit den Arolsen Archives) und lässt Jugend­liche persön­liche Bezüge zu den Biogra­fien herstellen.

Die Master­ar­beit entstand unter der Betreuung von Gabriele Niki Reichert und Dr. Dagmar Rinker. Die Fach­jury betonte in ihrer Urteils­be­grün­dung, Hi:Stories biete ein fesselndes Inter­ak­ti­ons­kon­zept. Histo­ri­sches Mate­rial werde direkt in der Stadt lebendig, und jede gestal­te­ri­sche Entschei­dung zeuge von dem Fein­ge­fühl, das dieses Thema verlange. Die Bild­sprache sei ruhig, präzise und würde­voll. Das Projekt rege zur Refle­xion an und leiste einen unver­zicht­baren Beitrag zur Bewah­rung des histo­ri­schen Verständnisses.


UX Design Award Winner: Hi:Stories – next door

HfG Projects: Hi:Stories – next door

Pressemitteilung Bild Hi Stories

Perme­trix – Rege­ne­ra­tive Farm Transition

Die Trans­for­ma­tion der Land­wirt­schaft hin zu ökolo­gi­scher Nach­hal­tig­keit birgt für land­wirt­schaft­liche Betriebe erheb­liche persön­liche und finan­zi­elle Risiken. Mit »Perme­trix« entwi­ckelten die Master­stu­die­renden Agnes Kloos, Frie­de­rike Kohler und Peter Swirsky ein KI-gestütztes Planungs­tool, das Höfe Schritt für Schritt bei der Umstel­lung auf rege­ne­ra­tive, perma­kul­tur­ba­sierte Systeme begleitet.

Das Tool führt Stand­ort­ana­lysen, Zonie­rungen, Bepflan­zungs­stra­te­gien, Moni­to­ring und Commu­nity-Wissen in einem durch­gän­gigen, visu­ellen Work­flow zusammen. Die größte UX-Heraus­for­de­rung lag darin, das hoch­kom­plexe Gefüge aus ökolo­gi­schen Para­me­tern und betriebs­wirt­schaft­li­chen Entschei­dungen in ein intui­tives und glaub­wür­diges Inter­face zu über­führen. Durch visu­elle Struk­turen, gezielte Nutzer­füh­rung und Gami­fi­ca­tion-Prin­zi­pien gelang es dem Team, abstrakte Wissens­sys­teme greifbar und hand­lungs­ori­en­tiert aufzubereiten.

Betreut wurde die Arbeit von Dr. Susanne Schade und Leif Huff. Die Jury des UX Design Awards lobte insbe­son­dere den syste­mi­schen Ansatz: Perme­trix behandle den Wandel nicht als rein tech­no­lo­gi­sches Problem, sondern als System­auf­gabe, indem es Planung, Moni­to­ring und Peer-Lear­ning verbinde. Die Forschungs­tiefe, das System­denken und der Mut, ein riskantes Über­gangs­sze­nario hand­habbar zu machen, hätten die Jury nach­haltig beeindruckt.


UX Design Award Winner: Permetrix

HfG Projects: Permetrix

Pressemitteilung Bild Permetrix

Beide Arbeiten verdeut­li­chen, dass Design weit über die rein ästhe­ti­sche Gestal­tung hinaus­geht: Es dient als stra­te­gi­sches Werk­zeug, um nach­hal­tige Trans­for­ma­tionen zu ermög­li­chen und demo­kra­ti­sche Diskurse lebendig zu halten.

Wir gratu­lieren Agnes Kloos, Frie­de­rike Kohler, Peter Swirsky, Adrian Jans, Sarah Müller und Marc Schade herz­lich zu dieser heraus­ra­genden inter­na­tio­nalen Anerkennung.