Mein Weg mit goHfG: Matthias Knöt­zinger von machen&erleben berichtet

Matthias Knötzinger
Matthias Knöt­zinger, B.A. Produkt­ge­stal­tung & Gründer machen&erleben“ (Bild: Max Walter)

Tischler, Produkt­ge­stalter – und Gründer

Matthias Knöt­zinger ist Tischler und hat an der HfG Gmünd Produkt­ge­stal­tung studiert. Nach seiner Zeit als Desi­gner in einer Hamburger Desi­gnagentur ist er nun wieder als Tischler tätig und arbeitet als Produkt­ge­stalter an der Umset­zung seines eigenen Projektes machen&erleben.

Mit machen&erleben schafft der Gewinner des goAward 2021 einen nieder­schwel­ligen Einstieg in die Welt des Selber­ma­chens für alle Menschen, die Lust haben, eigene Produkte aus Holz und anderen Mate­ria­lien zu bauen. Vorbe­rei­tete Bausätze und die profes­sio­nelle Anlei­tung ermu­tigen zum Ausprobieren.

Wir haben mit Matthias über seinen Weg zur Grün­dung gespro­chen und wollten auch wissen, welche Unter­stüt­zung er selbst dabei gebraucht hat. 

Moti­va­tion & Ängste

Was hat dich zur Umset­zung des Grün­dungs­pro­jekts moti­viert? Welche Sorgen und Ängste waren da?

Sorge und Angst waren und sind natür­lich dabei. Vor allem waren es für mich aber die Unsi­cher­heiten, die mich abge­halten hatten. Die größte Unsi­cher­heit war für mich anfangs leider die, mein Leben erstmal nicht damit finan­zieren zu können. Dieser Druck hält viele Gedanken klein und hat mich ziem­lich gelähmt. Leider” deswegen, weil ich mein Schaffen am liebsten nicht von Geld abhängig machen möchte – vor allem nicht in diesem Projekt. 

Durch die Möglich­keit einer 20 Stunden Teil­zeit­stelle war diese Unsi­cher­heit dann glück­li­cher­weise schnell gere­gelt. Ab da war es nur noch die Sorge, wie das alles eigent­lich allein zu schaffen sein soll. Jedoch wurde und werde ich auf diesem Weg sehr gut von Freunden und Bekannten supportet, wodurch die Sorge dann schnell zur Moti­va­tion wird. 

Was mich eben­falls moti­viert hat ist der Gedanke, dass ich jetzt die Möglich­keit habe das auszu­pro­bieren, hinter dem ich stehen kann und will. Und im Laufe der Zeit moti­vieren immer wieder glück­liche Gesichter, Begeg­nungen und Erfah­rungen, die ich ohne das Projekt vermut­lich nicht getroffen oder gehabt hätte.

Hilfe & Beiträge

Welche Hilfs­an­ge­bote hast du in Anspruch genommen? Welche waren hilf­reich? Welche goHfG-Ange­bote haben einen Beitrag zur Grün­dung geleistet? Welcher Beitrag war das?

Nach der Ausstel­lung hatte ich die Möglich­keit sowohl am goWork­shop Entre­pre­neu­rial Tools, als auch am goWork­shop Advanced von und mit Thomas Schön­weitz teil­zu­nehmen. Die insge­samt fünf Tage waren auf alle Fälle hilf­reich, um die Basis zu vali­dieren und einen groben Plan aufzu­stellen und Ziele zu setzen. Nach den Work­shops wurde ich zweimal gebeten, mein Projekt im Rahmen der Ausstel­lungs­er­öff­nung und bei einer Koope­ra­tion mit der HS Aalen zu pitchen. Dabei kamen die ersten Kontakte zustande und daraus entwi­ckelten sich eben­falls die ersten Anfragen. Und ab da ging es dann so wirk­lich los – da gabs ja quasi kein Zurück mehr. 

Was abge­sehen von alle dem hilf­reich ist, sind die Nach­richten und Nach­fragen, die hin und wieder von Projekt­mit­ar­bei­tenden kommen. Egal ob das Tipps zu Veran­stal­tungen oder kurze Updates zum Projekt­stand sind, die aufmerk­same Nach­frage moti­viert und es hilft, die vergan­genen Wochen im Gespräch zu betrachten. 

Würdest du anderen Studie­renden die Teil­nahme an den, bzw. an bestimmten Ange­boten von goHfG empfehlen? Welche anderen wich­tigen Lern­er­fah­rungen aus der Grün­dung möch­test du weitergeben?

Falls ihr bereits schon daran gedacht habt und abwägt ob oder ob nicht – macht auf alle Fälle mit. Es ist keines­wegs zu zeit­auf­wändig und alles was ihr dort lernt rentiert sich. Die verschie­denen Vorträge zu bestimmten Themen wie Finan­zie­rung, Verträgen und Co. kann ich eben­falls empfehlen. Auch wenn ihr euch gerade (noch) nicht an dem Projekt­stand befindet, an dem ihr euch mit den Themen beschäf­tigt, ist es immer gut schonmal von bestimmten Dingen gehört zu haben. Abge­sehen von den Ange­boten empfehle ich euch, euer Projekt immer wieder chal­lengen zu lassen und kriti­sche Fragen zuzu­lassen. So unan­ge­nehm das auch sein mag, so hilf­reich ist es, eure Fall­höhe zu mini­mieren. Und irgendwie klappt‘s am Ende dann eh!

Kontakt mit Matthias aufnehmen

Du inter­es­sierst dich für einen der machen&erleben-Workshops? Dann schreib’ eine Mail an Matthias: hi@matthiasknoetzinger.de