Master­stu­dentin gewinnt bei Ideenwettbewerb

Ideenwettbewerb Preis HfG
Dr. Andi Winter­boer, Robert Bosch GmbH und Nagihan Avcu (Bild: BMBF/Aschoffotografie)

Die inter­ak­tive Smart­phone Appli­ka­tion compa­nion“ ist ein System, welches Krebs­pa­ti­enten in kura­tiver Behand­lung von der Diagnose bis in die Nach­sorge mit Infor­ma­tionen zum aktu­ellen Behand­lungs­fort­schritt versorgt. Die Pati­enten erhalten über den soge­nannten Wegweiser einen Einblick in ihren bishe­rigen Behand­lungs­fort­schritt und auf noch anste­hende Termine. Hier kann der Patient eine Über­sicht der Stationen aufrufen und alle Termine erfassen. Des Weiteren hat der Patient einen dauer­haften Zugriff auf Infor­ma­tionen zu den einzelnen Terminen und kann­sich dazu auch Notizen für das nächste Gespräch mit dem Onko­logen notieren. Durch den Avatar erhalten die Pati­enten Vorschläge zu mögli­chen Akti­vi­täten, rele­vanten Infor­ma­tionen und mögli­chen Mentoren.

Zudem haben sie die Möglich­keit sich über das System mit anderen Betrof­fenen zu vernetzen. Hinter­grund des Projektes ist der Zeit­druck immedi­zi­ni­schen Bereich sowie die Distri­bu­tion von Infor­ma­tion, welche nur an bestimmten wich­tigen Stellen erfolgt. Ebenso beruht die Qualität und Menge zusätz­li­cher Infor­ma­tionen, die der Patient nach den Aufklä­rungs­ge­sprä­chen zu unter­schied­li­chen Behand­lungen erhält, auf der Eigen­in­itia­tive des Pati­enten. Über den Krank­heits­ver­lauf hinweg erhalten die Pati­enten Unter­stüt­zung aus dem persön­li­chen Umfeld, Erfah­rungs­aus­tausch und Kontakt zu anderen Betrof­fenen – dieser liegt jedoch in der Hand des Pati­enten. Ebenso sind die Pati­enten durch eine Schwä­chung des Körpers in in ihren Beschäf­ti­gungs­mög­lich­keiten eingeschränkt. 

Ziel des Projektes ist es, den Pati­enten zunächst einen Über­blick über den bishe­rigen Behand­lungs­fort­schritt und noch anste­hen­de­Un­ter­su­chungen zu verschaffen. Dadurch soll der Patient moti­viert werden. Die dauer­haft verfüg­baren Infor­ma­tionen zu den einzelnen Behand­lungen sollen es dem Pati­enten ermög­li­chen, sich – wann immer er möchte – vorzu­be­reiten. Dies soll ihm so die Unsi­cher­heit vor den einzelnen Behand­lungen oder Unter­su­chungen nehmen. Die Vernet­zung mit einer direkten Begleit­person mit ähnli­chem Behand­lungs­ab­lauf dient dem Austausch auf persön­li­cher Ebene. Über die Commu­nity soll zusätz­li­cher Erfah­rungs­aus­tausch erfolgen. Dieser Austausch ist auch von Seiten des Onko­logen gewünscht, um die Bewäl­ti­gung bestimmter Themen im Erkran­kungs­ver­lauf zu verbessern.

Inter­ak­ti­ons­ge­stal­tung
Abschluss­ar­beit 2018

Studie­rende
Nagihan Avcu
Nils Riesen­berg

Betreuung
Prof. Jörg Beck
Prof. Hans Krämer