KI-gestütztes Moni­to­ring­gerät von HfG-Studie­renden gewinnt Bundes­preis Ecodesign

Teambild Jan 2026 3 1

Über Amber

Amber ist ein KI-unter­stütztes Moni­to­ring­gerät, das natür­liche Geräu­sche im Wald ganz­jährig aufzeichnet und einen Borken­kä­fer­be­fall erkennt, noch bevor er von außen sichtbar wird. So können Förs­te­rinnen und Förster früh reagieren und ganze Wald­be­stände besser schützen. Im Sommer wird Amber in Berei­chen mit hohem Risiko einge­setzt, zum Beispiel an Hängen, südex­po­nierten Flächen oder Wald­rän­dern, die wärmer und trockener sind. Das Gerät wird an einem Refe­renz­baum befes­tigt, der mit hoher Wahr­schein­lich­keit zuerst befallen wird – etwa weil er krumm gewachsen ist, eine klei­nere Krone hat oder beson­ders alt ist. Über einen Vibra­ti­ons­sensor erfasst Amber die Fraß­ge­räu­sche der Borken­käfer im Holz. Künst­liche Intel­li­genz iden­ti­fi­ziert diese charak­te­ris­ti­schen Vibra­tionen und erkennt so den Befall früh­zeitig. Im Winter, wenn die Borken­käfer inaktiv sind, beob­achtet Amber statt­dessen ihre natür­li­chen Feinde: die Spechte. Mit Hilfe von künst­li­cher Intel­li­genz erkennt das System ihre charak­te­ris­ti­schen Klopf­ge­räu­sche und berechnet über Trila­te­ra­tion den genauen Herkunftsort. Mehrere Amber-Geräte an unter­schied­li­chen Posi­tionen im Wald zeichnen die Specht­laute auf, verglei­chen die Ankunfts­zeiten und nutzen diese Zeit­stempel zusammen mit GPS-Daten, um den Ort präzise zu bestimmen. Amber verbindet so Bioakustik und KI und macht unsicht­bare Vorgänge im Wald sichtbar – für einen voraus­schau­enden, natur­freund­li­chen Waldschutz.