Ausge­zeich­nete 7 Quadrat­meter – Regio­naler Hoch­schul­preis für Bachelorprojekt

Mit 7 Quadrat­meter – wegge­sperrt und ausge­schlossen“ entsteht eine Wander­aus­stel­lung, die über den Straf­vollzug und ein Leben in Haft infor­miert. Mit den Lebens­ver­hält­nissen von Straf­ge­fan­genen in deut­schen Gefäng­nissen wählen Verena Alber und Anke Eiwen für ihre Bache­lor­ar­beit ein Thema, das sonst in der Öffent­lich­keit kaum Beach­tung findet. Ein wesent­li­ches Element des Straf­voll­zuges ist der Entzug der Frei­heit. Durch­schnitt­lich beträgt die Haft­raum­größe für jeden Straf­ge­fan­genen ca. 7 bis 8 qm. Daher ist die Ausstel­lung in Form eines 7 qm Raumes konzi­piert. Der Besu­cher soll dabei ein Gefühl für das Leben und vor allem für die Einschrän­kungen in Haft bekommen. Prof. Jürgen Hoffman, der gemeinsam mit Prof. Ulrich Schend­zielorz das Bache­lor­pro­jekt betreut hat, hebt in seiner Laudatio die beson­dere ästhe­ti­sche Qualität der Arbeit hervor und lobt die verständ­liche Aufar­bei­tung des Themas. Die Zelle der Wander­aus­stel­lung besteht aus Waben­karton und kann modular aufge­baut werden, so dass ein unkom­pli­zierter Trans­port möglich ist. Daneben über­zeugt das Ausstel­lungs­kon­zept durch viel­fäl­tige inter­ak­tive Elemente, die den Besu­cher heraus­for­dern und zum Nach­denken anregen. Zudem haben die beiden Kommu­ni­ka­ti­ons­ge­stal­te­rinnen einen Bild­band, Plakate zur Ausstel­lung und ein Begleit­heft gestaltet, das die Wander­aus­stel­lung ergänzt.

Landrat Klaus Pavel und Spar­kas­sen­di­rektor Carl Trinkl zeigten sich stolz über die hohe Qualität aller einge­reichten Arbeiten und hoben die thema­ti­sche Viel­falt der Projekte hervor. Bereits zum 16. Mal wird der Preis von der Stif­tung der Kreis­spar­kasse Ostalb an Hoch­schul­ab­sol­venten vergeben. Vorab wählen die Profes­soren der Hoch­schulen die besten Abschluss­ar­beiten des Jahres aus und nomi­nieren die Absol­venten für den Preis. Jeweils eine Arbeit pro Hoch­schulen wird dann von der Jury der Stif­tung ausge­wählt. Folgende Projekte von der HfG wurden eben­falls für den Preis nominiert:

- Simon Renner und Joschua Rudolf, Schreiben als Gestaler“, Kommunikationsgestaltng

- Karina König, dipa Digi­tale Pati­en­ten­ver­wal­tung in der Notauf­nahme“, Kommunikationsgestaltung

- Helen Stein­metz und Aniela Vortmeyer, WebWise – inno­va­tives und inter­ak­tives Infor­ma­ti­ons­system für Schulen“, Kommunikationsgestaltung

- Johanna Manghard und Patricia Urbas, aussicht – Gestalter reflek­tieren ihren Beruf“, Kommunikationsgestaltung

- Chris­toph Gäng, Andreas Schwarze und Fabian Schröbel, Mosaik Grund­lagen von HTML und CSS“, Kommunikationsgestaltung

- Hauke Lerche, Levio Entwick­lung eines Adap­tiv­roll­stuhls für Kinder“, Produktgestaltung

- Sven Lambrecht und Mirijam Strunk, Stadt­ath­leten“, Produktgestaltung

- Petra Mitrovic und Trang-Dai Nguyen, WHO – Hazard Detec­tion and Risk Assess­ment System“, Interaktionsgestaltung

- Thomas Schulz und Timo Stühler, CORE Neuge­stal­tung des Arbeits­platzes in einer städ­ti­schen Quer­ver­bund­leit­warte“, Interaktionsgestaltung

- Moritz Schmidt und Timo Röhrig, Tradi­tion Zukunft Gestal­tung für nach­hal­tige Lebens­stile“, Product Plan­ning and Design

- Martha Miosga und Dominik Witzke, MNEMO Moment­auf­nahe durch Emotion“, Commu­ni­ca­tion Plan­ning and Design