ERASMUS Policy Statement

Erasmus+ Erklä­rung der HfG Schwä­bisch Gmünd zur Hoch­schul­po­litik 2014 – 2020

Mit etwa 720 Studie­renden gehört die Hoch­schule für Gestal­tung zu den kleinsten Hoch­schulen für Ange­wandte Wissen­schaften (HAW) in Deutsch­land. Die Lage am Rand der Metro­pol­re­gion Stutt­gart in Ostwürt­tem­berg, einer wirt­schafts-und struk­tur­starken Region bietet der HfG über­durch­schnitt­lich gute Koope­ra­ti­ons­mög­lich­keiten mit inter­na­tional agie­renden Unternehmen. 

Die Hoch­schule für Gestal­tung Schwä­bisch Gmünd besitzt ein dezi­diert inter­na­tional ausge­rich­tetes Profil, nicht zuletzt durch seine lang­jäh­rigen Inter­na­tio­na­li­sie­rungs­ak­ti­vi­täten. Die erfolg­rei­chen BA- und MA-Studi­en­pro­gramme werden durch Koope­ra­tion und Austausch gestärkt und fördern dauer­haft die intel­lek­tu­elle und persön­liche sowie die fach­liche und profes­sio­nelle Entwick­lung von Studie­renden. Verant­wor­tungs­volle Gestal­tung ist ohne kultu­relle und fach­liche Diver­sität nicht möglich. Die Mobi­lität von Studie­renden trägt zu einem starken euro­päi­schen Zusam­men­halt ebenso bei wie zur Entwick­lung einer umfas­senden Inno­va­ti­ons­kultur. Die HfG stei­gert durch Inter­na­tio­na­li­sie­rung ihre fach­liche Attrak­ti­vität im natio­nalen und inter­na­tio­nalen Wett­be­werb. Die Hoch­schule enga­giert sich seit 2006 im welt­weiten Verbund von Design‑, Kunst- und Medi­en­hoch­schulen Cumulus Asso­cia­tion“ als aktives Mitglied und hat die Entwick­lung von Cumulus durch lang­jäh­rige Mitglied­schaft im Vorstand geprägt.

Das Inter­na­tional Office ist Dreh- und Angel­punkt in der Entwick­lung und Orga­ni­sa­tion für Studi­en­er­fah­rungen im Ausland. Es ist Ansprech­partner für alle Belange von Inco­ming- und Outgoing-Studierenden.

Die HfG wählt ihre Part­ner­hoch­schulen nach drei wesent­li­chen Krite­rien aus: Wir sind stets bestrebt, Hoch­schulen zu finden, die ein möglichst ähnli­ches Fächer­spek­trum haben, um Synergie- und Ergän­zungs­ef­fekte zu errei­chen. Neben der Vermitt­lung fach­li­cher und sozialer Kompe­tenzen sollen die Studie­renden auf einen globa­li­sierten Arbeits­markt vorbe­reitet werden.


(1) Qualität: Als inter­na­tional renom­mierte Hoch­schule schließen wir nur Verträge mit Part­nern mit ähnlich hohen curri­cu­laren Ansprüchen.

Dadurch ist sicher­ge­stellt, dass glei­cher­maßen Outgoing- und Inco­ming-Studie­rende vom Austausch profi­tieren. Als beispiel­haft gelten unsere Verträge mit dem Poli­tec­nico in Mailand und mit unseren israe­li­schen Part­nern in Holon und Jerusalem.

(2) Globale Trends: Wir bevor­zugen Part­ner­schaften in Regionen mit hoher Rele­vanz für jeweils aktu­elle Design­dis­kurse. Das betrifft neben euro­päi­schen Ländern den Globalen Süden ebenso wie die asia­tisch-pazi­fi­sche Region. Die Koope­ra­tionen mit der Tongji Univer­sity in Shanghai oder dem ITC in Costa Rica sind hierfür beispielhaft. 

(3) Nach­hal­tig­keit: Wir vertrauen darauf, dass Design zu sozialem Wandel und zur gesell­schaft­li­chen Entwick­lung maßgeb­lich beitragen kann. Unsere lang­fris­tige Inter­na­tio­na­li­sie­rungs­stra­tegie legt größten Wert auf nach­hal­tige Entwick­lungen und ziviles Enga­ge­ment in allen Berei­chen der Gestaltung. 

Als kleine Gestal­tungs­hoch­schule sind wir gezwungen, mit unseren Ressourcen streng zu haus­halten. Dennoch konnte die Perso­nal­mo­bi­lität in den vergan­genen Jahren konti­nu­ier­lich gestei­gert werden. Dafür sorgen auch zusätz­liche Akti­vi­täten, wie etwa durch das Programm Mobi­lität mit Part­ner­län­dern (KA 107) des DAAD, die sich größtem Inter­esse erfreuen. Der Austausch von Personal aus Verwal­tung und Technik wird von der Hoch­schul­lei­tung als Weiter­bil­dungs­maß­nahme aner­kannt und geför­dert. Alle Hoch­schul­an­ge­hö­rigen sehen sich mitt­ler­weile als Teil einer inter­na­tional aktiven Hochschule. 

Die HfG Schwä­bisch Gmünd fördert in beson­derem Maß neue Formen inter­na­tio­naler Koope­ra­tion. Entweder durch gemein­same Lehr­pro­jekte oder durch lang­fris­tige Forschungs- und Entwick­lungs­pro­jekte wie etwa mit dem Poli­tec­nico di Milano oder der Univer­sity of Applied Sciences Lahti in Finn­land. Die Arbeits­sprache ist Englisch. Gemein­same Themen­stel­lungen werden an der eigenen Hoch­schule erar­beitet und die Ergeb­nisse abschlie­ßend in einem gemein­samen Work­shop an einer der Part­ner­hoch­schulen vorge­stellt. Kurz­auf­ent­halte oder Exkur­sionen sind insbe­son­dere für dieje­nigen Studie­renden sehr inter­es­sant, die keine Möglich­keit haben, einen Auslands­auf­ent­halt zu reali­sieren. Sie können in inter­na­tio­nalen Teams zusam­men­ar­beiten und gleich­zeitig auch die Lehr­me­thoden der auslän­di­schen Lehr­per­sonen kennenlernen.

Die Hoch­schule leistet mit dem Format der Inter­na­tional Seminar Week (ISW) seit 2004 einen wesent­li­chen Beitrag zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung am Standort Schwä­bisch Gmünd. Dozen­tinnen und Dozenten sowie Experten aus unseren Part­ner­hoch­schulen bieten alljähr­lich englisch­spra­chige Work­shops und Vorle­sungen für die Studie­renden an. Alle regu­lären Veran­stal­tungen sind während dieser Zeit ausge­setzt. Das profil­bil­dende Format der ISW hat darüber hinaus zahl­reiche ähnliche Veran­stal­tungen an Part­ner­hoch­schulen inspi­riert, etwa an der ESAD Orléans oder am Holon Insti­tute of Tech­no­logy (HIT) in Israel.

Trotz ihrer geringen Größe unter­hält die Hoch­schule zurzeit 54 aktive Part­ner­schafts­pro­gramme welt­weit. Die Ziele der Erasmus+ Akti­vi­täten sind:

(·) Krea­tives und inno­va­tives Poten­zial von Studie­renden entwickeln

(·) Diver­sität und Empa­thie als inte­gralen Bestand­teil des Gestal­tungs­stu­diums begünstigen

(·) Anre­gung, Bera­tung und Förde­rung der Inter­na­tio­na­li­sie­rung von Lehre und Forschung in allen Berei­chen der Hochschule

(·) Siche­rung fach­li­cher Qualität vor rein quan­ti­ta­tiver Steigerung

(·) Erhö­hung inter­na­tio­naler Berufs­fä­hig­keit und inter­kul­tu­reller Kompe­tenz ihrer Studie­renden, Lehrenden und Mitar­bei­te­rinnen und Mitarbeiter

(·) Weitere Stei­ge­rung der Dozenten- und Personalmobilität 

(·) Erhö­hung der Attrak­ti­vität für inter­na­tio­nale Studie­rende, Lehr­per­sonen und Gast­wis­sen­schaft­le­rinnen und Gastwissenschaftler

(·) Einbe­zie­hung von Dritt­staaten in die euro­päi­schen Bildungsprogramme

(·) Förde­rung inter­kul­tu­reller Verstän­di­gung, um das Verständnis natio­naler Beson­der­heiten zu wecken und gegen­sei­tige Tole­ranz zu fördern

(·) Inte­gra­tion euro­pa­spe­zi­fi­scher Elemente in Lehre und Forschung.

Die Verknüp­fung inter­na­tio­naler Aspekte von Hoch­schul­bil­dung, Forschung und Wirt­schaft soll inten­si­viert werden. Krea­tive, inno­va­ti­ons­ori­en­tierte und unter­neh­me­ri­sche Kompe­tenzen, die wir gemeinsam mit unseren inter­na­tio­nalen Part­nern vermit­teln, werden ihren Beitrag zur Exzel­lenz der Hochschuleleisten.