„Moving Types“ reloaded


Einblick in die Ausstellung Moving Types © 2012 Martina Pipprich

Die preisgekrönte Ausstellung zur Geschichte der animierten Schrift vom Film bis Internet kehrt nach Stops in Mainz, Warschau und Dortmund nun mit deutlich erweitertem Umfang nach Schwäbisch Gmünd zurück. Die Medieninstallation „Moving Types– Lettern in Bewegung“ wird parallel zur Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd ausgestellt.

Bei schönem Wetter ins Grüne oder ins Museum? In Schwäbisch Gmünd stellt sich diese Frage in diesem Sommer nicht. Wegen des großen Erfolges 2012 wird die vielfach prämierte Medienausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ ab 30. April ein zweites Mal gezeigt. Eigens zur Landesgartenschau ist die innovative multimediale Schau über den gestalterischen Umgang mit animierter Schrift um zahlreiche neue Aspekte erweitert worden und kann diesmal gleich ein halbes Jahr lang besucht werden.

„Moving Types“ zeigt an nunmehr über 300 Filmbeispielen die Geschichte und die Perspektiven animierter Schriften im Film, in der Öffentlichkeit, in der Werbung und im Internet. Präsentiert werden Ausschnitte aus Filmklassikern wie „Matrix“ oder „James Bond“, aus dem Stummfilm „Das Cabinet des Dr. Caligari“ oder aus dem Kinderfilm „Winnie the Pooh“, sowie richtungsweisende Werbespots, berühmte Musikvideos, Infografiken aus dem Fernsehen, Kurzfilme wie dem oskarprämierten Animationsfilm „Logorama“ oder Kunstinstallationen, in denen bewegte oder sich bewegende Schriften eine Rolle spielen. In der Neuauflage wird dabei die Geschichte immer weiter geschrieben: hinein in neue Kunstformen, in neue digitale Welten und in die erweiterten Möglichkeiten des Internet. Zu sehen sind nun etwa handgeschriebene Briefe, die digital inszeniert werden oder typografische Videospiele.

Präsentiert werden die unzähligen Beispiele codiert auf kleinen weißen Würfeln, die frei im Raum zu schweben scheinen und über bereitgestellte iPads abgerufen und angesehen werden können. Weitere interaktive Elemente wie eine Medienfassade ergänzen das Konzept. Der Besucher lernt auch zahlreiche internationale Gestalterikonen wie Oskar Fischinger, Alex Gopher oder Jenny Holzer direkt mit ihren Werken kennen. „Moving Types“ ist damit zugleich ein unterhaltsamer und informativer Gang durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Kino und Internet sowie selbst ein lebendiges Stück Medien- und Designgeschichte.

Außer in Schwäbisch Gmünd war die Ausstellung bereits im Mainzer Gutenberg- Museum und im Dortmunder U mit großem Erfolg zu sehen und Gegenstand internationaler Symposien. Zudem ist sie mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem renommierten Red Dot Design Award für ihre ungewöhnliche interaktive anregendeAusstellungskonzeption. Schon bei der Schwäbisch Gmünder Erstauflage 2012 in der Galerie im Prediger begeisterte die Ausstellung Jung und Alt. Ergänzend zur Schau ist mittlerweile die zweite und erweitete Auflage des Kataloges „mit eingebautem Kino“ erhältlich.

„Moving Types – Lettern in Bewegung“ ist eine Medienausstellung des z zg – Zentrum Zeitbasierte Gestaltung, ein Verbund des img der FH Mainz (Prof. Anja Stöffler) und der HfG Schwäbisch Gmünd (Prof. Ralf Dringenberg) in Kooperation mit dem Gutenberg-Museum Mainz (Dr. Annette Ludwig). Kuratiert von Prof. Ralf Dringenberg, Prof. Anja Stöffler unter Mitarbeit von Prof. em. Harald Pulch.

Weitere Informationen unter: http://www.moving-types.de/

Wann?
vom 30.April 2014 bis zum 12.Oktober 2014, täglich von 10 bis 20 Uhr

Wo?
Alte Post, Schwäbisch Gmünd, Bahnhofplatz

Ansprechpartner an der HfG:

Prof. Ralf Dringenberg
E-Mail-Adresse

Nina Runde
E-Mail-Adresse

Anmeldung für Führungen bei:
Nina Runde
E-Mail-Adresse


Begleitprogramm für Kinder in den Sommerferien:

Wie versetzt man einzelne Bilder in Bewegung, so dass ein Trickfilm entsteht? Die Ausstellung Moving Types – Lettern in Bewegung“ bietet für Kinder (6 bis 12 Jahre) in den Sommerferien ein Begleitprogramm an, bei dem sie ihren eigenen Trickfilm produzieren können. In den Workshops, die jeden Samstag zwischen 11 und 15 Uhr angeboten werden, erfahren die Kinde, wie man aus einzelnen Buchstaben ein Alphabet animiert.

Für die Gestaltung der Buchstaben können verschiedene kleine Objekte wie z.B. Grashalme, Blätter, Federn, Smarties, Erbsen etc. genutzt werden. Spielerisch lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Stop-Motion Verfahren als Tricktechnik kennen, um Bewegung mit statischen Dingen zu illusionieren und aus einzelnen Buchstaben ein Alphabet in Bewegung zu produzieren. Am Ende erhalten die Kinder ihren eigenen Stop-Motion-Film. Eine Anmeldung zu den Workshops ist nicht erforderlich. Alle Kinder, die Lust haben, mitzumachen, können einfach samstags in die Ausstellung kommen.

Wann?
01.08. – 14.09. 2014
jeden Samstag von 11 bis 15 Uhr

© 2012 Martina Pipprich
© 2012 Martina Pipprich
Logorama, © 2009 Autors and H5, France
© 2012 Martina Pipprich
© 2012 Pilar Celma Serrano
The Child, © 1999 Alex Gopher, France
Buchstabe B
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